Nahaufname einer Elefantenhaut

Die Haut

Die Haut

  • Die Haut

    Mit etwa zwei Quadratmetern Fläche ist die Haut das größte Organ des menschlichen Körpers. Sie erfüllt gleich mehrere wichtige Funktionen: Über die Haut atmen und fühlen wir. Als äußere Schutzhülle wehrt sie Druck, Verletzungen, Keime, UV-Strahlen, Bakterien und Pilze ab. Die Haut kann Wärme speichern, durch Schwitzen die Körpertemperatur regulieren und sie dient als Ausscheidungsorgan. Darüber hinaus wandelt die Haut ein körpereigenes Hormon durch UV-Strahlung in Vitamin D um. Dieses Vitamin stärkt die Knochen.

    Die Haut setzt sich aus drei Schichten zusammen: Ober-, Leder- und Unterhaut.

    Oberhaut (Epidermis)

    Die dünne Oberhaut ist die äußere Schicht, die wiederum aus drei Ebenen besteht: Zuerst kommt die Hornschicht, darunter befinden sich die Stachelzellen, gefolgt von den Basalzellen. Etwa alle vier Wochen erneuert sich die Oberhaut komplett, weil permanent alte Zellen abgestoßen und neue gebildet werden, die an die Oberfläche wandern. In der Oberhaut sitzen zudem pigmentbildende Zellen, die Melanozyten. Sie sorgen für den Farbstoff Melanin, der die Haut bräunt und sie damit vor der Sonne schützt.

    Lederhaut (Dermis, Corium)

    Unter der Oberhaut befindet sich die dickere Lederhaut, das Bindegewebe des Körpers. In der Lederhaut liegen Blut- und Lymphgefäße, Schweiß-, Duft- und Talgdrüsen sowie Haarfollikel und Nervenfasern, die für Tastempfindungen zuständig sind.

    Unterhaut (Subcutis)

    Das Bindeglied zwischen Haut und Muskulatur ist die Unterhaut. Sie setzt sich aus Fettgewebe, Blutgefäßen, Haarwurzeln und Nerven zusammen. Ihre Aufgabe: den Körper vor Kälte schützen und Wärme speichern.

  • Sechs Hauttypen

    Ein sensibler Umgang mit der Sonne ist besonders wichtig. Wie lange ein Mensch sich gefahrlos in der Sonne aufhalten kann, hängt von seinem Hauttyp ab. Der US-amerikanische Dermatologe Thomas Fitzpatrick (1919-2003) entwickelte 1975 ein Schema, in dem er sechs Typen unterschied. Die Einteilung richtet sich nach äußeren Erscheinungsmerkmalen wie der Haut- und Haarfarbe und danach, wie die Haut auf Sonne bzw. UV-Strahlung reagiert.1 

    keltischer Hauttyp: helle, sehr empfindliche Haut, Sommersprossen, blonde oder rote Haare, helle Augenfarbe, bräunt gar nicht, meist Sonnenbrand ⇒ bekommt ohne Schutzmaßnahmen innerhalb von etwa 10 Minuten einen Sonnenbrand

    nordischer Hauttyp: helle, empfindliche Haut, helle Haare, oft Sommersprossen, bräunt langsam, häufig Sonnenbrand ⇒ bekommt ohne Schutzmaßnahmen innerhalb von etwa 20 Minuten einen Sonnenbrand

    Mischtyp: helle oder dunkle Augen, braune Haare, bräunt langsam, manchmal Sonnenbrand ⇒ bekommt ohne Schutzmaßnahmen innerhalb von etwa 30 Minuten einen Sonnenbrand

    mediterraner Hauttyp: bräunliche, wenig empfindliche Haut, dunkle Augen, dunkelbraune oder schwarze Haare, bräunt schnell, selten Sonnenbrand ⇒ bekommt ohne Schutzmaßnahmen innerhalb von etwa 45 Minuten einen Sonnenbrand

    dunkler Hauttyp: dunkle Haut und Augen, schwarze Haare, selten Sonnenbrand ⇒ bekommt ohne Schutzmaßnahmen innerhalb von etwa 60 Minuten einen Sonnenbrand

    schwarzer Hauttyp: schwarze Haut und Haare, dunkle Augen, sehr selten Sonnenbrand ⇒ bekommt ohne Schutzmaßnahmen innerhalb von etwa 90 Minuten einen Sonnenbrand.

    Referenzen:

    1. www.hautkrebs-screening.de
      Hrsg: Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e. V.
      www.hautkrebs-screening.de/allgemein/praevention/hauttypen.php
  • Sonnenregeln

    Unabhängig von Ihrem Hauttyp sollten Sie die folgenden Sonnenregeln beachten, um das Risiko einer Hautkrebserkrankung durch den Einfluss der Sonne zu verringern.

    Meiden Sie die Sonne in der Zeit zwischen 11 und 15 Uhr.

    • Tragen Sie Kleidung aus leichten, luftdurchlässigen Materialien, die die Haut schützen: ein Hemd/Shirt mit langen Ärmeln, einen langen Rock oder eine dreiviertellange Hose; Schuhe, die den Fußrücken vollständig bedecken; eine Kopfbedeckung, idealerweise mit Nacken- und Ohrenschutz.
    • Setzen Sie eine Sonnenbrille mit UV-A- und UV-B-Schutz auf.
    • Cremen Sie alle unbedeckten Körperstellen mit einem Sonnenschutzmittel ein, das Ihrem Hauttyp entspricht. Wählen Sie einen hohen Lichtschutzfaktor (mindestens 30; achten Sie auf UV-A- und UV-B-Schutz).
    • Tragen Sie die Lotion bereits 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne auf.
    • Wählen Sie eine wasserfeste Sonnencreme, wenn Sie baden gehen möchten. Denken Sie daran, den Schutz danach wieder aufzufrischen.
    • Ziehen Sie sich vor dem Baden ein T-Shirt über.
    • Vermeiden Sie jede Rötung der Haut, insbesondere Sonnenbrände!
    • Verzichten Sie auf das Bräunen im Solarium.
  • UV-Strahlung

    Die ultraviolette (UV-) Strahlung der Sonne gliedert sich in drei Arten: UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlen. Sie sind für das menschliche Auge unsichtbar und werden in Nanometern (Milliardstel Metern) gemessen. Je kurzwelliger bzw. energiereicher die Strahlen sind, desto schädlicher sind sie für Menschen. Während UV-A- und UV-B-Strahlen in unterschiedlicher Intensität auf die Erde treffen, wird die UV-C-Strahlung bereits in der Atmosphäre vollständig ausgefiltert.

    Das Risiko für Hautkrebs steigt mit der Menge der aufgenommenen UV-Strahlung und jedem einzelnen Sonnenbrand. Generell wirkt die Strahlung in den Bergen, am Meer und am Äquator stärker. Im Sommer ist bei klarem Himmel zudem mehr Strahlung messbar als an einem bewölkten Wintertag.

    UV-A-Strahlen

    UV-A-Strahlen erreichen die Erdoberfläche relativ ungehindert. Sie regen die Produktion von Melanin an, dem Farbstoff, der die Haut bräunt. Deshalb werden vor allem künstliche UV-A-Strahlen in Solarien eingesetzt. Sie dringen jedoch auch bis in die Lederhaut vor und schädigen dort das Bindegewebe. Die Haut verliert ihre Geschmeidigkeit, Elastizität, altert schneller und bekommt Falten. Weiterhin beeinträchtigen UV-A-Strahlen das Erbgut in den Zellen der Oberhaut.

    UV-B-Strahlen

    UV-B-Strahlen gelangen zu etwa 10% auf die Erde, den Großteil schluckt die Ozonschicht. Für die Oberhaut sind diese Strahlen besonders gefährlich. Die Verletzungen zeigen sich zunächst in Form eines Sonnenbrands, der in verschiedenen Schweregraden auftreten kann – die Haut wird rot, heiß und schwillt an. Gravierender sind jedoch die nachhaltigen Schäden in den Zellen: Jahre später können aus diesen vorgeschädigten Zellen bösartige Krebszellen werden.

Fliegenpilz

Was ist Hautkrebs?

Was ist Hautkrebs?

  • Was ist Hautkrebs?

    Die häufigsten Krebserkrankungen der Haut sind der helle und der schwarze Hautkrebs:

    Zum hellen Hautkrebs zählen das Basalzellkarzinom (Basaliom) und das Plattenepithelkarzinom. Letzteres wird häufig auch Stachelzellkarzinom oder Spinaliom genannt. Diese Krebsarten treten vorwiegend an Körperpartien auf, die über viele Jahre der UV-Strahlung besonders ausgesetzt waren – zum Beispiel an der Nase, an den Ohren, am Nacken und bei Männern mit Glatze auch auf der Kopfhaut. Das Basalzellkarzinom bildet nur sehr selten Tochtergeschwulste (Metastasen), das Stachelzellkarzinom meist erst ab einer gewissen Größe.

    Ein malignes Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, ist einer der gefährlichste Hauttumoren. Er entsteht, wenn sich pigmentbildende Zellen (Melanozyten) in bösartige Zellen umwandeln. Melanome können bereits frühzeitig in die Lymphknoten und in andere Organe metastasieren. Schwarzer Hautkrebs tritt prinzipiell überall am Körper auf – auch an Stellen, die kaum oder so gut wie nie der Sonne ausgesetzt werden, zum Beispiel im Genitalbereich, an den Fuß- oder Fingernägeln oder unter den Fußsohlen. Maligne Melanome können sich entweder aus einem bestehenden Leberfleck oder spontan neu entwickeln. Darüber hinaus bilden sie sich an den Schleimhäuten, zum Beispiel in der Nase. Dort gibt es nämlich ebenfalls pigmentbildende Zellen.

    Die meisten Melanome, etwa 90%, werden im Frühstadium entdeckt und können entfernt und geheilt werden.

    Im Rahmen dieses Informationsangebots beschäftigen wir uns schwerpunktmäßig mit dem hellen Hautkrebs und dem malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs). Auf seltene Krebsformen wie das Kaposisarkom, das Merkelzellkarzinom, das Fibrosarkom und das kutane Lymphom gehen wir an dieser Stelle nicht ein.

    Wie verbreitet ist Hautkrebs?

    In Deutschland erkranken nach GEKID-Hochrechnungen (2012) pro Jahr über 233.000 Menschen an einem Basalzellkarzinom oder an einem Plattenepithelkarzinom. Das Basalzellkarzinom (Basaliom) und das Plattenepithelkarzinom (auch Stachelzellkarzinom oder Spinaliom) gehören zu den häufigsten Hautkrebserkrankungen.

    An einem malignen Melanom, dem gefährlichen schwarzen Hautkrebs, erkranken nach GEKID-Hochrechnungen (2012) jährlich knapp 30.000 Frauen und Männer neu.1  Die Erkrankungsrate hat sich seit den 1980er-Jahren verdreifacht. Bei Frauen beträgt das Durchschnittsalter zum Zeitpunkt der Erstdiagnose 58 Jahre, bei Männern 66 Jahre.2

    Nach derzeitigem Erkenntnisstand gehen Experten davon aus, dass die Häufigkeit weiter zunehmen wird.3  Bei Frauen tritt ein malignes Melanom bevorzugt an den Beinen auf, am zweithäufigsten am Rumpf (Körper ohne Hals, Kopf, Beine und Arme). Gut jedes zweite maligne Melanom bei Männern entwickelt sich am Rumpf, am zweithäufigsten sind die Beine betroffen. Danach folgen bei beiden Geschlechtern der Kopf- und Halsbereich sowie die Arme.3

    Wie entsteht Hautkrebs?

    Der menschliche Körper besteht aus Billionen von Zellen. Für jeden Zelltyp ist genau festgelegt, in welchem Zeitraum er wächst, sich teilt und abstirbt. Zellen des Knochenmarks teilen sich beispielsweise sehr schnell: Aus ihnen werden Blut- und Immunzellen, die der Körper ständig neu benötigt. Gesunde Zellen teilen sich nur, wenn es für den Körper sinnvoll ist.

    Bei Krebszellen ist das natürliche Gleichgewicht zwischen Wachstum, Teilung und Zelltod gestört, da sich die Erbsubstanz, der genetische Code (DNS) verändert hat. Als Folge vermehren sich die bösartigen Zellen unkontrolliert und bilden eine Geschwulst, einen Tumor.

    Wie kann ich mich schützen?

    Übermäßige UV-Strahlung ist einer der größten Risikofaktoren für Hautkrebs. Die Strahlen – sowohl die der Sonne als auch die im Solarium – schädigen die Erbsubstanz in den Zellen. Aus solchen Zellen mit verändertem genetischem Code können schließlich bösartige Krebszellen werden.

    Ein vorsichtiger Umgang mit der Sonne ist daher besonders wichtig. Dazu gehört, seinen eigenen Hauttyp zu kennen: Dieses Wissen gibt Aufschluss darüber, wie viel UV-Strahlung jemand verträgt. Es werden sechs Hauttypen unterschieden.

    Referenzen:

    1. Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (GEKID)
      www.gekid.de/
    2. Gesundheitsberichterstattung des Bundes: Krebs in Deutschland 2009/2010.
      Robert Koch-Institut, Berlin 2013
    3. Szeimies RM, Hauschild A, Garbe C:
      Tumoren der Haut. Grundlagen, Diagnostik und Therapie in der dermatologischen Onkologie. Thieme, Stuttgart 2010
  • Heller Hautkrebs

    Wie entsteht heller Hautkrebs?

    Die Haut vergisst nichts: Ein jahrelanges Zuviel an UV-Strahlung schädigt das Erbgut der Hautzellen und kann in der Summe zu bösartigen Veränderungen führen. Gegenüber gesunden Zellen ist bei Krebszellen das natürliche Gleichgewicht zwischen Wachstum, Teilung und Zelltod gestört. Deshalb vermehren sich die Krebszellen unkontrolliert und bilden eine Geschwulst, einen Tumor.

    Welche Arten des hellen Hautkrebses gibt es?

    Zum hellen Hautkrebs zählen:

    • das Basalzellkarzinom (früher Basaliom) und
    • Das Plattenepithelkarzinom (frühsr Spinaliom oder und Stachelzellkrebs).

    Vorstufen des Plattenepithelkarzinoms sind die aktinische Keratose und der Morbus Bowen.

    Basalzellkarzinom

    Das Basalzellkarzinom ist der häufigste bösartige Hauttumor und auch der häufigste Tumor überhaupt. Diese Krebsart entstammt den Basalzellen in der Oberhaut und/oder einem Bestandteil der Haarfollikel. Das Basalzellkarzinom wächst langsam, kann jedoch in das darunterliegende Gewebe einwachsen und Knorpel sowie Knochen zerstören.

    Der Tumor bildet nur extrem selten Tochtergeschwülste, die Metastasen. In 80% der Fälle tritt das Karzinom an Kopf und Nacken auf. Bei 15% entwickelt es sich am Rumpf und bei 5% an den Armen und Beinen. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 60 Jahren, allerdings kommt das Basalzellkarzinom mittlerweile auch vermehrt bei jüngeren Menschen vor. Männer und Frauen sind davon gleichermaßen betroffen.1,2

    Das Basalzellkarzinom hat unterschiedliche Erscheinungsformen: Es zeigt sich häufig als leicht erhabener, derber Knoten mit einem perlschnurartigen Randsaum, entweder hautfarben oder gelb-rötlich. Außerdem führen deutlich sichtbare Blutgefäße ins Tumorzentrum. Andere Formen sind mitunter kaum als Tumoren erkennbar, etwa rot-bräunliche Flecken oder Hautveränderungen, die wie Narben aussehen. Bleibt ein Basalzellkarzinom lange unbehandelt, können größere Geschwüre entstehen, die nässen, bluten und Krusten bilden. In diesem fortgeschrittenen Stadium kann das Karzinom in die tieferen Hautschichten und die darunter gelegenen Strukturen einwachsen und damit schwierig zu operieren oder zu bestrahlen sein.

    Gorlin-Goltz-Syndrom

    Eine besondere Ausprägung des Basalzellkarzinoms ist das Gorlin-Goltz-Syndrom oder auch Basalzellkarzinom-Syndrom, eine Erbkrankheit. Die Betroffenen entwickeln im Laufe des Lebens zahlreiche Basalzellkarzinome. Die Erkrankung geht unter anderem mit Skelettfehlbildungen und Zysten im Kiefer einher.

    Plattenepithelkarzinom

    Das Plattenepithelkarzinom, auch spinozelluläres Karzinom genannt, ist der zweithäufigste bösartige Hauttumor. Er entstammt der Stachelzellschicht in der Oberhaut. Der Zusammenhang der Erkrankung mit UV-Strahlung ist noch eindeutiger als beim Basalzellkarzinom: Plattenepithelkarzinome entstehen hauptsächlich auf schwer lichtgeschädigter Haut. Der Tumor tritt vor allem an den Sonnenterrassen auf, beispielsweise im Gesicht, an der Stirn, den Lippen oder an der Nase. In fortgeschrittenen Stadien kann das Plattenepithelkarzinom sich in angrenzende Lymphknoten, Knochen und Organe ausbreiten und dort Tochtergeschwülste bilden. Das passiert jedoch selten. Männer und Frauen erkranken durchschnittlich im Alter von 70 Jahren. Männer entwickeln das spinozelluläre Karzinom häufiger.4

    Das Plattenepithelkarzinom ähnelt einer knotigen, schuppigen Warze und ist grau oder gelblich-braun. Wächst der Tumor weiter, verhornt er immer mehr und kann spontan bluten.

    Aktinische Keratose

    Die aktinische Keratose gilt als eine Vorstufe (Präkanzerose) des Plattenepithelkarzinoms und kann – unbehandelt – zu einem spinozellulären Karzinom werden. Der Übergang ist fließend. Aktinische Keratosen zeigen sich auf Hautpartien, die viel der Sonne ausgesetzt waren: im Gesicht, auf der unbehaarten Kopfhaut, an den Ohren oder auf den Handrücken. Aktinische Keratosen treten flächig als raue, schuppige Stellen auf. Sie sind hautfarben bis rötlich verhornt und zu Beginn eher spür- als sichtbar. Da sie den sogenannten Altersflecken ähneln, bleiben sie oft lange Zeit unbehandelt.

    Morbus Bowen

    Wie die aktinische Keratose gilt der Morbus Bowen als eine Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms. Er bildet sich an den Unterschenkeln, am Rumpf, im Gesicht, an den Fingern und darüber hinaus an Stellen, die kaum dem Sonnenlicht ausgesetzt waren. Die Krebszellen befinden sich nur in der Oberhaut.

    Morbus Bowen hat mehrere mögliche Ursachen: starke UV-Strahlung, regelmäßiger Kontakt mit chemischen Stoffen wie Arsen oder Teerprodukten und bestimmte Warzenviren. Morbus Bowen ist durch eine flache, schorfige, rötlich-braune Erhebung auf der Haut gekennzeichnet. Die Stelle hat ein unregelmäßiges Muster, sie kann nässen und verkrusten.

    Wer ist gefährdet?

    Das höchste Risiko, hellen Hautkrebs zu entwickeln, haben Menschen

    • die sich häufig in der Sonne aufhalten und/oder viele Sonnenbrände hatten, vor allem in der Kindheit,
    • die sehr helle, empfindliche Haut haben,
    • in höherem Alter (40+),
    • in deren Familie Hautkrebs bereits aufgetreten ist (gilt für Basalzellkarzinome, nicht für Plattenepithelkarzinome),
    • die einen angeborenen Gendefekt haben (gilt nur für bestimmte Arten des hellen Hautkrebses),
    • die regelmäßig ein Sonnenstudio besuchen,
    • die im Freien arbeiten (zum Beispiel Landwirte, Gärtner, Dachdecker),
    • die sich in ihrer Freizeit oft draußen aufhalten (zum Beispiel beim Fußballspielen, Wandern, Segeln),
    • die eine Lichttherapie oder Strahlentherapie erhalten haben,
    • die bestimmten Chemikalien ausgesetzt sind (zum Beispiel Arsen, Teer),
    • die ein dauerhaft geschwächtes Immunsystem haben (zum Beispiel nach einer Organtransplantation),
    • die Verbrennungsnarben aufweisen,
    • die selbst schon hellen Hautkrebs hatten.2,3  

    Das Hautkrebsrisiko ist bei Männern höher als bei Frauen.

    Referenzen:

    1. ONKO Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft e. V.
      Was ist Hautkrebs?
      www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/hautkrebs/malignes-melanom-schwarzer-hautkrebs/definition-und-haeufigke.html
    2. Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
      Kurzleitlinie – Basalzellkarzinom der Haut (Update 2012). AWMF-Leitlinien-Register Nr. 032/021 (Stand: 12/2013)
    3. Szeimies RM, Hauschild A, Garbe C.
      Tumoren der Haut. Grundlagen, Diagnostik und Therapie in der dermatologischen Onkologie. Thieme, Stuttgart 2010
    4. ONKO Internetportal der Deutschen Krebsgesellschaft e. V.
      Plattenepithelkarzinom (Spinaliom).
      www.krebsgesellschaft.de/basis-informationen-krebs/krebsarten/hautkrebs.html
  • Schwarzer Hautkrebs - Das maligne Melanom

    Wenn sich die Melanozyten, die pigmentbildenden Zellen der Haut, in bösartige Zellen umwandeln, entsteht ein Melanom: Da die Krebszellen ungehemmt wachsen, bildet sich schnell ein Gewebeüberschuss, der Tumor genannt wird. Bleibt er unerkannt und befällt angrenzendes Gewebe, können die Krebszellen über das Lymph- und Blutgefäßsystem auch in andere Körperregionen vordringen, wo sie sich ansiedeln und vermehren. So kommt es zu Tochtergeschwulsten, den Metastasen.

    Welche Arten von malignen Melanomen gibt es?

    Es werden sechs Typen unterschieden:

    Superfiziell spreitendes Melanom

    Mit über 50% tritt das superfiziell spreitende Melanom am häufigsten auf. Es wächst zunächst langsam als brauner oder schwarzer Fleck horizontal an der Hautoberfläche (superfiziell). Später dringt es tiefer in die Haut ein und bildet Knötchen.

    Noduläres Melanom

    Noduläre Melanome machen etwa 20% dieser Tumoren aus. Sie sind aggressiv, wachsen nur wenig an der Hautoberfläche und stattdessen schon frühzeitig in die Tiefe. Der Knoten ist dunkelbraun oder bläulich-schwarz.

    Lento-maligna-Melanom

    Ihm voraus geht eine Gewebeveränderung, die sich als flacher, brauner Fleck darstellt. Sie kann über Jahre auf einer extrem sonnengeschädigten Hautpartie wachsen, beispielsweise im Gesicht. Als Lentigo-maligna-Melanom wird der Fleck erst dann bezeichnet, wenn er vertikal in die Haut einwächst und Knötchen bildet. Am Lentigo-maligna-Melanom erkranken hauptsächlich ältere Menschen; es tritt in 9% aller Melanom-Fälle auf.

    Agrolentiginöses Melanom

    Mit 4% kommt diese Form des Melanoms eher selten vor. Es bildet sich unter den Fuß- und Fingernägeln, an den Handinnenflächen oder unter den Fußsohlen. Das akrolentiginöse Melanom breitet sich zunächst horizontal auf der Haut aus, später wächst es vertikal mit Knötchenbildung.

    Nichtklassifizierbares Melanom

    In 3% der Fälle können die Ärzte das Melanom keinem der Untertypen zuordnen und es wird als „nicht klassifizierbar“ eingestuft.

    Sonstige Melanome

    Die übrigen, vereinzelt auftretenden Formen machen gemeinsam knapp 5% aller malignen Melanome aus. Dazu gehören unter anderem das maligne Melanom auf großem kongenitalem (angeborenem) Nävus, das desmoplastische Melanom, das Ballonzellmelanom, das spitzoide Melanom und der maligne blaue Nävus.

    Wer ist gefährdet?

    Das höchste Risiko, ein malignes Melanom zu entwickeln, haben Menschen

    • die zahlreiche Leberflecke aufweisen (mehr als 40),
    • die sehr helle, empfindliche Haut haben,
    • die sich häufig in der Sonne aufhalten und/oder viele Sonnenbrände hatten, vor allem in der Kindheit,
    • die regelmäßig ein Sonnenstudio besuchen,
    • in deren Familie Hautkrebs bereits aufgetreten ist,
    • die selbst schon ein Melanom hatten.
Wassertropfen auf einem Blatt

Diagnose Hautkrebs

Diagnose Hautkrebs

  • Früherkennung

    Das sogenannte Hautkrebs-Screening ist eine Früherkennungsmaßnahme, bei der speziell ausgebildete Ärzte Ihren Körper auf Anzeichen von Hautkrebs untersuchen. Für gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren übernehmen die Krankenkassen seit 2008 alle zwei Jahre die Kosten – viele Kassen zahlen für diese Vorsorge auch schon früher. Ziel ist es, schwarzen und hellen Hautkrebs sowie andere seltenere Tumorformen möglichst frühzeitig zu erkennen.

    Wer führt ein Hautkrebs-Screening durch?

    Sie können sich von einem Haus- oder Hautarzt untersuchen lassen. Er muss allerdings dafür zertifiziert sein, also eine Fortbildung in diesem Bereich absolviert haben. Eine Übersicht der Praxen und Ärzte, die diese Form der Früherkennung anbieten, finden Sie unter www.hautkrebs-screening.de.

    Ziel ist es, eine Hautkrebserkrankung möglichst zeitnah zu erkennen. Denn wächst der Tumor nur in der Oberhaut, ist die Krankheit meistens heilbar. Ist er schon in die Lederhaut vorgedrungen, können die Krebszellen über Blut- und Lymphbahnen in andere Körperregionen gelangen und sich dort ansiedeln – so entwickeln sich Tochtergeschwulste (Metastasen).

    Wie läuft die Untersuchung ab?

    Vor der eigentlichen Untersuchung wird der Arzt mit Ihnen ein Gespräch über Ihren gesundheitlichen Zustand führen. Er fragt Sie nach Vorerkrankungen und klärt Ihre Risikofaktoren für Hautkrebs ab. Zudem gibt er Ihnen Informationen, wie Sie die Sonne maßvoll genießen und sich vor Hautkrebs schützen können.

    Im Anschluss bittet er Sie, sich vollständig zu entkleiden. Das ist unangenehm, aber dennoch nötig, weil Hautkrebs selbst am After oder an den Genitalien ausbrechen kann. Der Arzt wird Ihren Körper dann vom Scheitel bis zur Sohle gründlich untersuchen. Dabei schaut er auch auf die Kopfhaut, in den Mund, zwischen die Zehen und unter die Füße. Wichtig ist, dass Sie vorab Make-up und Nagellack von Haut und Nägeln entfernen.

    Hat Ihr Hausarzt das Screening durchgeführt, wird er Sie bei einem Verdacht zu einem Hautarzt, einem Dermatologen, überweisen. Das bedeutet jedoch nicht sofort, dass Sie Hautkrebs haben! Der Dermatologe untersucht Sie erneut und entscheidet über das weitere Vorgehen.

    Risiken des Hautkrebs-Screenings

    Keine Untersuchungsmethode ist vollkommen sicher – auch das Hautkrebs-Screening nicht.

    Es kann passieren, dass

    • ein vorhandener Tumor trotz gründlicher Untersuchung übersehen wird
    • verdächtiges Gewebe vorsorglich operativ entfernt wird, aus dem sich kein bösartiger Tumor entwickelt hätte. In diesem Fall spricht man von einer Überdiagnose.

    Das Hautkrebs-Screening ist dennoch eine sehr wichtige Maßnahme, um eine möglicherweise lebensgefährliche Krankheit frühzeitig zu erkennen.

    Was kann ich selbst tun?

    Viele Menschen wissen nicht, wie ein Hauttumor aussieht. Sie denken sich vielleicht nichts dabei, wenn eine Stelle über einen längeren Zeitraum nässt, blutet oder Krusten bildet. Das kann harmlos sein, es ist aber auch denkbar, dass es sich um Krebs handelt. Da bösartige Veränderungen der Haut überall am Körper entstehen können, ist es wichtig, dass Sie Ihre Haut regelmäßig und sorgfältig untersuchen. Eine auffällige, nicht abheilende Hautfläche sollten Sie immer von einem Hautarzt begutachten lassen – unabhängig davon, wann Ihr letztes Hautkrebs-Screening war.

    Maligne Melanome gehen häufig aus vorhandenen Leberflecken (Nävus; Mehrzahl: Nävi) hervor. Um festzustellen, ob Pigmentflecken sich verändert haben, sind Sie auch selbst gefragt, denn Hautkrebs ist eine Krankheit, die Sie mitunter sehen oder ertasten können. Achten Sie daher ganz genau auf Ihren Körper und betrachten Sie ihn in regelmäßigen Abständen – Sie kennen ihn schließlich am besten. Auf diese Weise tragen Sie dazu bei, dass eine eventuelle Krebserkrankung schon in einem frühen Stadium erkannt und behandelt werden kann.

    Wenn ein bestehender Leberfleck zu einem malignen Melanom geworden ist, äußert sich das meist wie folgt:

    Der Leberfleck

    • hat seine Größe/seine Form/seine Farbe verändert,
    • hat einen Knoten gebildet und/oder
    • blutet, nässt, juckt oder schmerzt.

    Sobald Sie feststellen, dass ein Leberfleck sich verändert hat, oder Sie sich diesbezüglich unsicher sind, sollten Sie einen Arzt aufsuchen – auch wenn Ihr letztes Hautkrebs-Screening weniger als zwei Jahre zurückliegt.

  • Hellen Hautkrebs feststellen

    Vielleicht haben Sie selbst eine veränderte Hautpartie bemerkt oder Ihr Arzt hat bei einem Hautkrebs-Screening eine verdächtige Stelle entdeckt. Dem Mediziner stehen nun verschiedene Wege offen, um herauszufinden, ob Sie tatsächlich an hellem Hautkrebs leiden. Die Methoden, die er dabei anwendet, fasst man unter dem Begriff Diagnostik zusammen. Nach Abschluss der Untersuchungen stellt der Arzt dann eine Diagnose. Welche Verfahren eingesetzt werden, hängt von der Krebsart des Tumors ab.

    Anamnese

    Ihr Arzt führt zunächst ein ausführliches Gespräch mit Ihnen. Sie sollten ihm Ihre eventuell vorhandenen Beschwerden schildern und ungefähr einschätzen, seit wann diese bereits bestehen. Der Dermatologe fragt Sie zudem, ob Sie an anderen Krankheiten leiden und wie Ihre medizinische Vorgeschichte aussieht. Darüber hinaus ist es für ihn wichtig zu erfahren, ob in Ihrer Familie schon Hautkrebs oder andere Krebserkrankungen vorgekommen sind.

    Körperliche Untersuchung

    Wie beim Hautkrebs-Screening betrachtet der Dermatologe Ihre Haut genau. Er kann in manchen Fällen schon mit bloßem Auge und durch Abtasten auffällige Stellen erkennen. Da die verschiedenen Hauttumoren sich äußerlich teilweise stark unterscheiden, lässt die körperliche Untersuchung meist schon auf die jeweilige Krebsart schließen.

    Auflichtmikroskopie (Dermatoskopie)

    Eine auffällige Hautpartie schaut sich der Arzt mit einem Dermatoskop – so heißt das Untersuchungsgerät – noch einmal genauer an. Dafür bestreicht er die Stelle mit einem speziellen Öl, platziert das Gerät darauf und sieht hindurch. Das Dermatoskop gleicht einer Lupe mit einer hellen Lampe, mit der er nun auch die tieferen Schichten der Haut betrachten kann. Nach dieser Untersuchung kann der Dermatologe oft eine Diagnose stellen. Gewissheit bringt eine Gewebeentnahme.

    Biopsie

    Je nach Verdachtsgrad entnimmt der Dermatologe eine Gewebeprobe. Diese Untersuchung wird auch als „Biopsie“ bezeichnet. Für gewöhnlich führt der Arzt die Biopsie ambulant durch. Sie erhalten eine lokale Betäubung, sodass Sie an der betroffenen Stelle nichts spüren. Das entnommene Gewebe reicht der Dermatologe zur Analyse ins Labor weiter, wo die Diagnose „Hautkrebs“ gegebenenfalls bestätigt wird. Manchmal wird gleich die gesamte auffällige Stelle entfernt, um sie besser beurteilen zu können.

    Ergänzende Untersuchungen

    Hat Ihr Arzt hellen Hautkrebs diagnostiziert, sind in bestimmten Fällen oder bei unklaren Befunden weitere Maßnahmen nötig, um Informationen zum Tumor und über das Ausmaß der Krankheit zu erhalten: Wie tief ist der Tumor in das Gewebe vorgedrungen und wie groß ist er? Hat er bereits benachbarte Lymphknoten oder andere Organe befallen? Diese Informationen sind nötig, um das Stadium Ihrer Krankheit möglichst genau zu bestimmen und die Therapie entsprechend anpassen zu können. Auch hier gilt: Je nach Krebsart entscheidet sich der Dermatologe für bestimmte Untersuchungen. Es müssen also nicht alle der hier aufgeführten Verfahren bei Ihnen zum Einsatz kommen.

    Röntgen Thorax

    Die Röntgenaufnahme Ihres Brustkorbs (Thorax) zeigt, ob der Tumor bereits in der Lunge Metastasen gebildet hat. Die Aufnahmen in zwei Ebenen (von vorne und seitlich) ergeben ein dreidimensionales Bild, das der Mediziner auf Schatten überprüft.

    Ultraschall der Lymphknoten (Lymphknoten-Sonografie)

    Bei diesem bildgebenden Verfahren untersucht der Arzt die nächstgelegenen Lymphknoten mit dem Ultraschallgerät. Mittels Sonografie stellt er fest, ob der Tumor bereits gestreut hat und Lymphknoten von Krebszellen besiedelt sind.

    Hintergrund: Je nach Eindringtiefe des Tumors erlangen die Krebszellen Zugang zum Blut- und Lymphsystem, über die sie in andere Körperregionen vordringen. Die Aufnahmen, die der Ultraschallkopf sendet, betrachtet der Arzt auf einem Monitor.

    Computertomografie (CT)

    Die Computertomografie ist ein Schnittbildverfahren, mit dessen Hilfe der Arzt krankhafte Veränderungen an inneren Organen feststellt. Während der Untersuchung kreisen eine Röntgenröhre und ein Detektor, der die Bilder aufnimmt, um den Patienten. Aus den gewonnenen Daten errechnet ein Computer später Querschnittbilder, die eventuelle krankhafte Prozesse im Körperinneren darstellen. Auch vergrößerte Lymphknoten werden sichtbar und geben Aufschluss über die Ausbreitung des Tumors.

    Magnetresonanztomografie (MRT)

    Mit diesem Verfahren erstellt der Arzt dreidimensionale Abbildungen des Körperinneren. Hierbei kommen anstelle von Röntgenstrahlen starke Magnetfelder zum Einsatz. Wie die CT liefert die Magnetresonanztomografie, auch Kernspintomografie genannt, Schnittbilder des Körpers, anhand derer der Arzt die inneren Organe beurteilt und nach möglichen Tumorabsiedlungen fahndet.

    Die Magnetresonanztomografie kann Organe und Gewebeschichten ohne Knochenanteile besser darstellen als andere bildgebende Verfahren. Allerdings gilt das nicht für luftgefüllte Bereiche (Lunge) oder Strukturen mit geringem Wassergehalt (Knochen).

    Laborbefund

    Um weitere Informationen über den Tumor zu erhalten, nimmt der Arzt Ihnen Blut ab. Die so gewonnenen Ergebnisse geben Aufschluss über Ihr Allgemeinbefinden und die Funktion einzelner Organe. Im Blut oder im Urin werden auch sogenannte Tumormarker bestimmt, welche die Krebszellen produzieren. Je nach Krankheitsstadium sind die Tumormarker erhöht. Mediziner nutzen sie zur Prognose in späteren Stadien und um den Verlauf der Krankheit zu überwachen. Zur Früherkennung oder Diagnosestellung sind Tumormarker hingegen nicht geeignet.

    Stadieneinteilung beim Basalzellkarzinom

    Hier unterscheidet man zwei Formen: das Basalzellkarzinom und das fortgeschrittene Basalzellkarzinom. Beim fortgeschrittenen Stadium grenzen Mediziner überdies das lokal fortgeschrittene vom metastasierten Basalzellkarzinom ab.

    Von einem lokal fortgeschrittenen Basalzellkarzinom spricht man, wenn sich der Tumor

    • sehr weitflächig ausgebreitet hat oder er sehr tief in die Haut eingewachsen ist,
    • an einer Stelle befindet, die durch eine Operation entstellt würde,
    • an einer Stelle befindet, wo eine Operation zum Funktionsverlust eines Organs führen würde (zum Beispiel Nase oder Ohr),
    • nach einer Operation erneut entwickelt und weder durch Bestrahlung noch durch weitere chirurgische Eingriffe kontrolliert werden kann.

    Bei einem metastasierten Basalzellkarzinom hat sich der Tumor in umliegende Lymphknoten ausgebreitet oder bereits in andere Organe wie Lunge oder Knochen gestreut.

  • Schwarzen Hautkrebs feststellen

    Vielleicht haben Sie selbst eine veränderte Hautpartie bemerkt oder Ihr Arzt hat bei einem Hautkrebs-Screening einen verdächtigen Leberfleck entdeckt: Den Medizinern stehen nun verschiedene Wege offen, um herauszufinden, ob Sie tatsächlich an schwarzem Hautkrebs leiden.

    Welche Verfahren nutzen Ärzte, um eine Diagnose zu stellen?

    Um dem Verdacht nachzugehen, untersuchen die Ärzte Sie intensiv. Die Methoden, die sie dabei anwenden, fasst man unter dem Begriff Diagnostik zusammen. Nach Abschluss der Untersuchungen stellen die Ärzte dann eine Diagnose.

    Anamnese

    Ihr Arzt führt zunächst ein ausführliches Gespräch mit Ihnen. Sie sollten ihm Ihre eventuell vorhandenen Beschwerden schildern und ungefähr einschätzen, wie lange diese bereits andauern. Der Dermatologe fragt Sie zudem, ob Sie an anderen Krankheiten leiden und wie Ihre medizinische Vorgeschichte ist. Darüber hinaus ist es für ihn wichtig zu erfahren, ob in Ihrer Familie schon Hautkrebs oder andere Krebserkrankungen aufgetreten sind.

    Körperliche Untersuchung

    Wie beim Hautkrebs-Screening betrachtet der Dermatologe Ihre Haut genau. Er kann in manchen Fällen schon mit bloßem Auge erkennen, ob sich ein Leberfleck verändert hat. Dabei orientiert er sich an der sogenannten ABCDE-Regel. Sie hilft, einen gewöhnlichen Leberfleck von einem malignen Melanom abzugrenzen.

    A steht für Asymmetrie: Ist ein Leberfleck ungleichmäßig geformt? Sieht eine Hälfte anders aus als die andere?
    B steht für Begrenzung: Sind die Grenzen des Leberflecks ausgefranst oder unscharf?
    C steht für Colour (Farbe): Weist das Muttermal unterschiedliche Farbtöne auf?
    D steht für Durchmesser: Ist der Durchmesser größer als 5 mm?
    E steht für Erhabenheit oder auch Evolution: Wächst ein Leberfleck knotig in die Höhe oder ist ein neuer Knoten auf der Haut entstanden bzw. hat sich ein alter Leberfleck über die Zeit verändert?

    Wenn der Arzt eine auffällige Stelle entdeckt hat, leitet er weitere Untersuchungen ein.

    Auflichtmikroskopie (Dermatoskopie)

    Eine auffällige Hautpartie schaut sich der Arzt mit einem Dermatoskop – so heißt das Untersuchungsgerät – noch einmal genauer an. Dafür bestreicht er die Stelle mit einem bestimmten Öl, platziert das Gerät darauf und sieht hindurch. Das Dermatoskop gleicht einer Lupe mit einer hellen Lampe, mit der er nun auch die tieferen Schichten der Haut betrachten kann.

    Die Auflichtmikroskopie dient dazu, ein gewöhnliches Muttermal von einem malignen Melanom zu unterscheiden. Nach dieser Untersuchung ist der Dermatologe meist schon in der Lage, eine Diagnose zu stellen. Völlige Sicherheit bringt die Gewebeentnahme.

    Exzisionsbiopsie

    Bei einem Verdacht entfernt der Dermatologe den Leberfleck im Rahmen einer Exzisionsbiopsie. Dabei schneidet er das ganze Pigmentmal mit einem gewissen Sicherheitsabstand – in der Tiefe und zu den Seiten – heraus. Diese Maßnahme ist in der Regel nötig und sollte zeitnah stattfinden, um zu verhindern, dass der Tumor metastasiert.

    Für gewöhnlich führt der Arzt die Entnahme ambulant durch. Sie erhalten eine lokale Betäubung, sodass Sie an der betroffenen Stelle nichts spüren. Das entnommene Gewebe reicht der Dermatologe zur Analyse ins Labor weiter, wo die Diagnose "Hautkrebs" gegebenenfalls bestätigt wird. Die feingeweblichen Untersuchungen geben weiterhin Aufschluss über

    • den Typ des Melanoms,
    • die Tumordicke (vertikale Tumordicke nach Breslow),
    • die Eindringtiefe des Tumors in die Haut (Invasionslevel nach Clark),
    • genetische Veränderungen des Tumors (Mutationen).

    Diagnose Hautkrebs: Wie geht es weiter?

    Haben die Ärzte ein malignes Melanom diagnostiziert, untersuchen sie den Patienten weiter, um umfassende Informationen über die Krankheit zu gewinnen: Wo sitzt der Tumor und wie groß ist er? Hat er bereits benachbarte Lymphknoten oder andere Organe befallen? Diese Informationen sind nötig, um das Stadium Ihrer Krankheit möglichst genau zu bestimmen und die Therapie entsprechend anpassen zu können.

    Ultraschall der Lymphknoten (Lymphknoten-Sonografie)

    Bei diesem bildgebenden Verfahren untersucht der Arzt die nächstgelegenen Lymphknoten mit dem Ultraschallgerät. Mittels Sonografie stellt er fest, ob der Tumor bereits gestreut hat und Lymphknoten betroffen sind.

    Hintergrund: Je nach Eindringtiefe des Tumors erlangen die Krebszellen Zugang zum Blut- und Lymphsystem, über die sie in andere Körperregionen vordringen. Die Aufnahmen, die der Ultraschallkopf sendet, betrachtet der Arzt auf einem Monitor.

    Ultraschall der Haut (Sonografie)

    Diese Ultraschalltechnik erlaubt es den Ärzten, sich die Gewebestrukturen des Patienten anschauen. So können sie die Dicke des Melanoms vermessen und das operative Vorgehen darauf abstimmen.

    Die Sonografie der Haut ist außerdem ein wichtiger Bestandteil der Nachsorge, weil sie Lymphknoten- und Hautmetastasen darstellt. Bei der Untersuchung werden die Patienten keinerlei Röntgenstrahlung ausgesetzt. Tiefer gelegene Gewebe können jedoch mit der CT oder der MRT besser dargestellt werden.

    Entnahme des Wächterlymphknotens (Sentinel-Lymphonodektomie)

    Ist Ihr Tumor dicker als 1 mm, empfehlen Mediziner, den Wächterlymphknoten (Sentinel-Lymphknoten) zu entfernen (Lymphonodektomie). Der Wächterlymphknoten in der nächstgelegenen Lymphknotenstation, zum Beispiel in der Achsel, ist generell zuerst betroffen, wenn sich Krebszellen aus dem Tumorverbund lösen und sich über die Lymphbahnen auf Wanderschaft begeben. Je nach Ausmaß des Tumors sind ein oder mehrere Sentinel-Lymphknoten betroffen.

    Nach der Entnahme wird im Labor überprüft, ob das Gewebe Krebszellen enthält. Finden sich diese nicht, ist davon auszugehen, dass die umliegenden Lymphknoten ebenfalls gesund sind. Das Ergebnis liefert den Ärzten Hinweise darauf, wie sie den weiteren Verlauf Ihrer Krankheit einzuschätzen haben. Dementsprechend treffen sie die Wahl der für Sie geeigneten Therapie.

    Röntgen Thorax

    Die Röntgenaufnahme Ihres Brustkorbs (Thorax) zeigt, ob der Tumor bereits in der Lunge Metastasen gebildet hat. Die Aufnahmen in zwei Ebenen (von vorne und seitlich) ergeben ein dreidimensionales Bild, das die Mediziner auf sogenannte Schatten überprüfen.

    Abdomen-Sonografie

    Mit einem Ultraschallkopf untersucht der Arzt Ihren Bauch (Abdomen), die darin befindlichen Organe, etwa Leber und Nieren sowie den Beckenraum auf Auffälligkeiten, beispielsweise vergrößerte Lymphknoten, sofern dort bereits Krebszellen vorhanden sind. Die Aufnahmen, die der Ultraschallkopf aus Ihrem Körper sendet, schaut sich der Mediziner auf einem Monitor an. Ziel dieses Verfahrens ist es, festzustellen, ob sich der Tumor bereits in Lymphknoten und Organen ausgebreitet hat.

    Laborbefund

    Um weitere Informationen über den Tumor zu erhalten, nehmen die Ärzte Ihnen Blut ab. Die so gewonnenen Ergebnisse geben Aufschluss über Ihr Allgemeinbefinden und die Funktion einzelner Organe.

    Im Blut oder im Urin werden auch sogenannte Tumormarker bestimmt, die Krebszellen produzieren. Beim malignen Melanom ist dies das Protein S 100. Je nach Krankheitsstadium ist dieser Tumormarker erhöht. Ärzte nutzen ihn zur Prognose in späteren Stadien und um den Verlauf der Krankheit zu überwachen. Zur Früherkennung oder Diagnosestellung sind Tumormarker hingegen nicht geeignet.

    Gentest auf BRAF-Mutation

    Studien haben gezeigt, dass etwa 50% der Patienten mit einem malignen Melanom eine Mutation des BRAF-Proteins aufweisen und somit für eine Therapie mit dem Signal-Blocker infrage kommen. Daher sollte sich jeder Patient auf seine Eignung testen lassen, um von der Therapie zu profitieren. Mit einem speziellen Gentest ermitteln die Ärzte, ob die betreffende Mutation vorliegt. Ist dies nicht der Fall, erhalten die Patienten anstelle der zielgerichteten Therapie eine Chemotherapie.

    Ergänzende Untersuchungen

    In bestimmten Fällen oder bei unklaren Befunden der Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen sind weitere Maßnahmen nötig, um Informationen zum Tumor und über das Ausmaß der Krankheit zu erhalten.

    Computertomografie (CT)

    Die Computertomografie ist ein Schnittbildverfahren, mit dessen Hilfe die Ärzte krankhafte Veränderungen an inneren Organen feststellen. Sie wird ergänzend zum Ultraschall eingesetzt. Während der Untersuchung kreisen eine Röntgenröhre und ein Detektor, der die Bilder aufnimmt, um den Patienten. Aus den gewonnenen Daten errechnet ein Computer später Querschnittsbilder, die eventuelle krankhafte Prozesse im Körperinneren darstellen. Auch vergrößerte Lymphknoten werden sichtbar und geben Aufschluss über die Ausbreitung des Tumors.

    Magnetresonanztomografie (MRT)

    Mit diesem Verfahren erstellen die Ärzte dreidimensionale Abbildungen des Körperinneren. Hierbei kommen anstelle von Röntgenstrahlen starke Magnetfelder zum Einsatz. Wie die CT liefert die Magnetresonanztomografie, auch Kernspintomografie genannt, Schnittbilder des Körpers, anhand derer die Mediziner die inneren Organe beurteilen und nach möglichen Tumorabsiedlungen fahnden.

    Die Magnetresonanztomografie kann Organe und Gewebeschichten ohne Knochenanteile besser darstellen als andere bildgebende Verfahren. Allerdings gilt das nicht für luftgefüllte Bereiche (Lunge) oder Strukturen mit geringem Wassergehalt (Knochen).

    Positronen-Emissions-Tomografie (PET)

    Die Positronen-Emissions-Tomografie ist eine weitere Methode, um Tumoren und Metastasen aufzuspüren. Sie arbeitet mit einer schwach radioaktiven Zuckerlösung, die dem Patienten verabreicht wird. Da Krebszellen einen hohen Energiebedarf haben, reichern sich die radioaktiven Zuckermoleküle vor allem dort an.

    Während der Untersuchung wird der Patient langsam durch einen Scanner-Ring gefahren. Dabei erstellt das Gerät Aufnahmen des gesamten Körpers. Ein Computer errechnet schließlich anhand der Verteilung der Radioaktivität ein komplexes Bild. Darauf heben sich Tumoren deutlich vom gesunden Gewebe ab.

    TNM-Klassifikation

    Mithilfe verschiedener Untersuchungen stellen die Ärzte fest, ob und wie weit sich die Krankheit in Ihrem Körper ausgebreitet hat. Dabei orientieren sie sich an einem Schema, das den Tumor gemäß bestimmter Kriterien einordnet. Anhand dieser sogenannten TNM-Klassifikation lässt sich das Stadium der Erkrankung bestimmen, sodass die Mediziner die geeignete Therapie für Sie planen können.

    Die TNM-Klassifikation gibt Auskunft über:

    • T (Tumor): Ausdehnung des Tumors,
    • N (Knoten, lat. Nodus): Fehlen bzw. Vorhandensein von Lymphknotenmetastasen,
    • M (Metastase): Fehlen bzw. Vorhandensein von Fernmetastasen.

    Für eine exakte Diagnose sind die Tumordicke (Eindringtiefe) und eine nachweisbare Geschwürbildung (Ulzeration) wichtig. Dafür steht in der TNM-Klassifikation der Buchstabe T.

    Metastasen werden in lokale und regionäre Metastasen sowie in Fernmetastasen unterschieden. Lokale Metastasen entstehen nah beim Tumor, regionäre Metastasen in den Lymphknoten. Fernmetastasen heißen Geschwulste, die sich in anderen Organen oder Knochen angesiedelt haben.

    Zwei Drittel aller neu gebildeten Metastasen des malignen Melanoms überschreiten zunächst nicht die Lymphknotenregion. Der Buchstabe N der TNM-Klassifikation kennzeichnet einen Lymphknotenbefall, der Buchstabe M steht für Fernmetastasen.

Füße auf Asphalt mit einem weißen Pfeil, der in zwei Richtungen zeigt

Therapie des hellen Hautkrebses

Therapie des hellen Hautkrebses

  • Therapieentscheidung

    Hat sich der Verdacht auf hellen Hautkrebs bestätigt, gilt es daraufhin die passende Therapie zu bestimmen. Diese Entscheidung wird von mehreren Gesichtspunkten beeinflusst:

    • von der Art des Tumors und vom betroffenen Hautabschnitt,
    • von der Größe, Tiefe und Ausbreitung des Tumors,
    • vom Alter und gesundheitlichen Zustand des Patienten.

    Die Chancen, geheilt zu werden, sind in der Regel gut. Sobald die Untersuchungsergebnisse vorliegen, spricht Ihr Arzt mit Ihnen über geeignete Therapien. Erkundigen Sie sich genau nach

    • Ihrem Befund,
    • den verschiedenen Behandlungsformen,
    • den Nebenwirkungen
    • und Ihren Heilungschancen.
  • Chirurgische Verfahren

    Bei hellem Hautkrebs ist ein chirurgischer Eingriff in den meisten Fällen die bestmögliche Therapie. Ziel ist es, den Tumor vollständig zu entfernen. So können viele Patienten geheilt werden, bei denen der Krebs nicht fortgeschritten ist. Je nach Art und Stadium des Tumors stehen verschiedene chirurgische Methoden zur Wahl. Operiert wird in der Regel bei örtlicher Betäubung.

    Mikrografische Chirurgie

    Die mikrografische Chirurgie gilt bei vielen Hauttumoren als Therapie der ersten Wahl. Der Arzt entfernt den Tumor meist unter einer örtlicher Betäubung. Zusätzlich schneidet er – um einen Sicherheitsabstand zu schaffen – den Tumor umgebende gesunde Haut heraus. Dieses Gewebe wird anschließend eingefärbt und begutachtet. Man spricht diesbezüglich von einer histologischen Untersuchung.

    Unter dem Mikroskop wird dabei geprüft, ob sich im vermeintlich gesunden Gewebe Krebszellen befinden. Ist das der Fall, operiert der Mediziner erneut und entfernt gezielt die restlichen Tumorausläufer. Auch diese Proben gehen wieder zur Untersuchung ins Labor. Da die mikrografische Chirurgie mitunter mehrere Sitzungen umfasst, wird die Wunde zwischendurch abgedeckt. Sobald im Gewebe keine bösartigen Zellen mehr nachweisbar sind, verschließt der Arzt die Wunde endgültig.

    Durch dieses schrittweise Vorgehen kann der Arzt den Tumor sowie umliegende Krebszellen zuverlässig entfernen. Einerseits wird so verhindert, dass bösartige Zellen übersehen werden, die sich weiter im Körper ausbreiten könnten. Andererseits wird gesunde Haut geschont, indem der Arzt nur so viel Gewebe herausschneidet, wie unbedingt nötig ist.

    Wundversorgung nach Operationen

    Hat der Arzt den Tumor entfernt, vernäht er die Wunde und klebt anschließend ein Pflaster darauf. Es sollte mehrere Tage dort verbleiben, die Fäden werden wenig später gezogen. Patienten sollten eine Zeit lang auf sportliche Aktivitäten verzichten und Wärme vermeiden. Da auf feuchten Wunden leichter Infektionen entstehen können, sollten Sie die operierte Fläche trocken halten.

    In einigen Fällen muss bei der Operation sehr viel Tumorgewebe entfernt werden. Dann wird eine Hauttransplantation oder ein anderes plastisch-chirurgisches Verfahren nötig. Bei der Transplantation stammt die Haut, die an der betroffenen Stelle eingesetzt werden soll, häufig vom Oberschenkel oder aus der Leiste. Dieses Spenderareal wird zugenäht oder verheilt von selbst wie eine Schürfwunde. Die verpflanzte Haut muss in die bestehende Tumorwunde einwachsen.

    Ob die nach der jeweiligen Operation entstehenden Narben besonders versorgt werden müssen, entscheidet der behandelnde Arzt. Wichtig ist, dass Sie die Narben der Sonne nur wenig aussetzen.

    Kürettage

    Bei oberflächlichen Tumoren, die noch nicht in tiefere Hautschichten vorgedrungen sind, schabt der Arzt nach einer lokalen Betäubung die Geschwulst von der Haut ab. Dafür verwendet er entweder ein ringförmiges Skalpell oder eine Löffelkürette – das ist ein scharfkantiger Löffel. Umliegende Haut soll bei dieser Methode geschont werden. Das Gewebe, das der Mediziner dabei gewinnt, kann anschließend nur eingeschränkt untersucht werden. Je nachdem, wie intensiv der Arzt die Kürettage durchführt, kann sich eine Narbe bilden.

    Im Vergleich zur mikrografischen Chirurgie besteht ein erhöhtes Risiko, dass der Tumor an derselben Stelle wiederkehrt. Man spricht in diesem Fall von einem lokalen Rezidiv.

    Laserchirurgie und Elektrokaustik

    Die Laserchirurgie und die Elektrokaustik eignen sich nur für flache, oberflächliche Tumoren. Im Rahmen der Laserchirurgie entfernt der Mediziner das kranke Gewebe mit einem punktuellen Laserstrahl, einem Lichtskalpell. Vorab wird die betroffene Stelle örtlich betäubt. Die Wunde heilt langsam ab und es kann eine Narbe zurückbleiben.

    Für die elektrokaustische Therapie verwendet der Arzt ein Gerät, an dessen Spitze sich eine Schlinge, Kugel oder Nadel befindet. Durch starke Hitze, die der Elektrokauter per Strom erzeugt, trennt er das erkrankte Gewebe ab. Gleichzeitig wird die Blutung gestillt, da der Kauter die Blutgefäße verödet. Auch bei dieser Methode wird die Hautstelle vorher örtlich betäubt. Während der Behandlung können Schmerzen auftreten, später sind Narben möglich.

    Beide Verfahren sind ungeeignet, Gewebeproben für eine histologische Untersuchung zu gewinnen. Gegenüber der mikrografischen Chirurgie besteht bei der Lasertherapie und der Elektrokaustik ein erhöhtes Risiko, dass der Tumor an derselben Stelle erneut auftritt.

  • Nicht-chirurgische Verfahren

    Die Strahlen- und die Kryotherapie setzen Ärzte eher selten bei Patienten mit hellem Hautkrebs ein. Auf diese Weise können sie den Tumor zwar zerstören, aber nicht immer vollständig entfernen. Deshalb besteht die Gefahr, dass sie nicht alle Krebszellen erreichen und an derselben Stelle wieder ein Tumor entsteht.

    Beide Therapien wenden Mediziner nur bei Patienten an, deren Tumor sie nicht operieren können: entweder weil er sehr groß ist oder an einer nur schwer zugänglichen Körperstelle liegt – etwa am Augenlid, am Ohr oder an der Nase. Auch bei älteren Menschen, deren Gesundheit geschwächt ist, greifen sie unter anderem auf die Strahlen- oder Kryotherapie zurück.

    Strahlentherapie

    Der Arzt bestrahlt den Tumor von außen mit energiereichen Strahlen. Sie schädigen die Krebszellen so stark, dass sie absterben. Dabei führt der Weg der Strahlen auch durch gesundes Gewebe. Anders als die Krebszellen erholen sich die gesunden Zellen größtenteils wieder. Um das Gewebe nicht zu überlasten, findet die Bestrahlung in mehreren Abschnitten statt. Die Strahlendosis ist gering und die Sitzungen dauern nur wenige Minuten. Wie lange die Therapie insgesamt andauert, hängt von der Art, Größe und Ausbreitung des Tumors ab.

    In der behandelten Region entsteht oft eine Hautreizung, die einem Sonnenbrand ähnelt. Patienten berichten zudem von Müdigkeit, einem allgemeinen Krankheitsgefühl, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit oder Kopfschmerzen.

    Kryotherapie (Kältebehandlung)

    Im Rahmen der Kryotherapie nutzt der Arzt flüssigen Stickstoff, zum Beispiel in Form von Spray. Damit vereist er den Tumor. Durch die extreme Kälte des Stickstoffs sterben die Krebszellen ab. Es bildet sich eine Kruste, die nach einiger Zeit von alleine abfällt. Das Verfahren ist schnell durchführbar, für Betroffene überwiegend gut verträglich und kann mehrfach wiederholt werden.

    Mediziner wenden die Kältebehandlung am häufigsten bei aktinischen Keratosen an. Auch im Fall einer Morbus-Bowen-Erkrankung können die Ärzte sie sinnvoll einsetzen. Während oder nach der Behandlung treten gelegentlich Blasen, Rötungen oder Schwellungen an der Haut auf. Schmerzen und ein brennendes Gefühl sind ebenfalls möglich. Die Wunden heilen teilweise langsam ab und es können sich Narben bilden.

  • Medikamentöse Verfahren

    Zu den medikamentösen Behandlungen, auf die Ärzte beim hellen Hautkrebs zurückgreifen, gehörten bislang vornehmlich topische Therapien. Sie werden auch als örtliche oder lokale Behandlung bezeichnet. Cremes, Salben und Gels sind typische Grundlagen dieser Therapieform. Anders als Tabletten oder Infusionen erreichen die Wirkstoffe nur die vom Tumor befallene Hautpartie.

    Eine topische Therapie nimmt im Vergleich zu chirurgischen Verfahren zwar mehr Zeit in Anspruch, erzielt aber gute kosmetische Ergebnisse. Gerade großflächig geschädigte Hautareale lassen sich so wirkungsvoll behandeln. Darüber hinaus kommt in seltenen Fällen eine Chemotherapie infrage. Für das fortgeschrittene Basalzellkarzinom ist eine medikamentöse Behandlung in Tablettenform verfügbar: der sogenannte Hedgehog-Signalhemmer.

    Diclofenac-Hyaluronsäure-Gel

    Der Wirkstoff Diclofenac plus Hyaluronsäure steht in Form eines Gels zur Verfügung und hilft insbesondere Patienten mit flächenhaft auftretenden aktinischen Keratosen. In 80% der Fälle heilt die erkrankte Hautstelle weitgehend ab. Das Gel ist meist gut verträglich und leicht anzuwenden: Betroffene tragen es maximal drei Monate lang zweimal täglich auf.

    Ingenolmebutat-Gel

    Seit Ende 2012 ist in Deutschland ein Gel mit dem Wirkstoff Ingenolmebutat zugelassen. Er stammt aus der Garten-Wolfsmilch – eine Pflanzenart, die gemeinhin als Unkraut gilt. Wissenschaftler konnten nachweisen, dass Patienten mit aktinischer Keratose darauf ansprechen. Das Gel ist in verschiedenen Dosierungen erhältlich. Liegt die betroffene Stelle im Gesicht oder auf der Kopfhaut, ist die schwächer dosierte Variante empfehlenswert. Der Patient sollte die Stelle an drei aufeinanderfolgenden Tagen eincremen. Die stärker dosierte Variante eignet sich für Hautpartien unterhalb des Kopfes, etwa den Nacken, die Arme und Beine oder den Rumpf. Die Behandlungszeit beträgt hier nur zwei aufeinanderfolgende Tage.

    Ob die Therapie wirkt, kann der Arzt nach etwa acht Wochen beurteilen. Oftmals rötet sich die Haut, sie schuppt oder löst sich an den behandelten Stellen ab. Zudem können sich Blasen, Schorf oder Schwellungen bilden. Diese Nebenwirkungen treten meist kurz nach Therapiebeginn auf und klingen nach zwei bis vier Wochen wieder ab.

    5-Fluorouracil-Creme

    Cremes mit dem Wirkstoff 5-Fluorouracil, auch 5-FU genannt, sind vor allem bei aktinischen Keratosen, bestimmten Arten des Basalzellkarzinoms und beim Gorlin-Goltz-Syndrom effektiv. 5-FU ist ein zellschädigender Wirkstoff, der im Rahmen von Chemotherapien angewendet wird. Die Behandlung mit einer Creme bezeichnet man als lokale Chemotherapie, weil sie – im Gegensatz zur herkömmlichen Chemotherapie– nicht im gesamten Organismus wirkt, sondern nur an der Körperstelle, an der sie aufgetragen wird.

    Die Patienten müssen die Haut zwischen vier und sechs Wochen lang täglich zweimal damit einreiben. Die Creme kann für den Körper belastend sein: Hauptsächlich leiden die Betroffenen unter schmerzhaften Entzündungen, Blasen, Juckreiz und Rötungen.

    Imiquimod-Creme

    Die Behandlung mit einer Imiquimod- Creme ist eine sogenannte Krebsimmuntherapie. Der Wirkstoff Imiquimod aktiviert das körpereigene Immunsystem, die Krebszellen zu bekämpfen. Der Patient trägt die Creme über ein bis vier Monate drei- bis fünfmal wöchentlich auf die betroffenen Stellen auf. Wenn sich die Haut vorübergehend rötet, nässt und anschwillt, wirkt das Medikament: Das Immunsystem beginnt dann spürbar, sich gegen den Krebs zu wehren. Die Entzündung sorgt dafür, dass die Hautveränderung nach und nach vollständig abheilt.

    Die Imiquimod-Creme hilft bei aktinischen Keratosen und bestimmten Arten des Basalzellkarzinoms, unter anderem beim Gorlin-Goltz-Syndrom. Sie kann auch Nebenwirkungen verursachen: Die Haut kann sich röten, schuppen, nässen und verkrusten. Damit verbunden sind Juckreiz, Schmerzen und Brennen.

    Photodynamische Therapie (PDT)

    Die photodynamische Therapie hat sich bei Tumoren bewährt, die nur bis zu einer bestimmten Tiefe in die Haut eingewachsen sind. Da sie gute Behandlungsergebnisse erzielt, gilt sie oftmals als Therapie der Wahl bei aktinischen Keratosen, Morbus Bowen und einigen Basalzellkarzinomen. Das Verfahren ist außerdem von Vorteil, wenn ausgedehnte, flächige Tumoren behandelt werden müssen – oder ein Bereich wie die Nasenspitze, wo ein chirurgischer Eingriff heikel wäre. Patienten mit einem Basalzellkarzinom oder Morbus Bowen wird empfohlen, die Therapie nach einer Woche zu wiederholen.

    Der Arzt befreit das befallene Hautareal im Vorfeld der Therapie per Kürettage von Krusten und Schüppchen. Danach trägt er dort eine Creme auf, die einen Stoff enthält, der vor allem die Krebszellen sehr lichtempfindlich macht. Mit einer Folie bedeckt, muss sie nun einige Stunden einziehen. Die Tumorzellen nehmen die Creme in dieser Zeit sehr viel stärker auf als die gesunden Zellen. Anschließend bestrahlt der Mediziner die Stelle, zum Beispiel mit kaltem Rotlicht. Die bösartigen Zellen reagieren darauf und sterben ab.

    Im Verlauf der Bestrahlung verspüren viele Patienten Schmerzen, die sie aber größtenteils als problemlos einstufen. Die behandelte Fläche kann sich jedoch röten, nässen und Krusten bilden. Zudem kann die behandelte Haut helle oder dunkle Flecken aufweisen, die üblicherweise innerhalb von sechs Monaten wieder verschwinden.

    Chemotherapie

    Ärzte greifen auf eine Chemotherapie mit sogenannten Zytostatika zurück, wenn ein Tumor Tochtergeschwülste gebildet hat, etwa in nahe gelegenen Lymphknoten, in benachbarten Knochen oder entfernten Organen wie Lunge oder Leber. Dies ist bei hellem Hautkrebs jedoch selten der Fall und betrifft – wenn überhaupt – das fortgeschrittene Basalzellkarzinom und das fortgeschrittene Plattenepithelkarzinom. Anders als eine Operation oder Cremes und Salben wirken Zytostatika im gesamten Organismus. Mediziner sprechen deshalb hier von einer systemischen Therapie. Ziel ist es, das Wachstum der Tumorzellen zu hemmen und sie im Idealfall zu zerstören.

    Die Zytostatika verteilen sich über die Blutbahnen im ganzen Körper. Der Patient erhält sie meist in regelmäßigen Abständen als Infusionen. Eine Behandlung einschließlich der nachfolgenden Pause nennt man Zyklus.

    Die Behandlung geht mit teils starken Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und körperlicher Erschöpfung einher. Weiterhin sind die Patienten anfällig für ansteckende Krankheiten, zum Beispiel Erkältungen. Es kann auch zu grippeähnlichen Symptomen, Leberschäden, Blutarmut und Haarausfall kommen. Dem Arzt stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die den Begleiterscheinungen des Patienten vorbeugen oder sie abschwächen können.

    Therapie mit einem Hedgehog-Signalhemmer

    Basalzellkarzinome können häufig durch einen chirurgischen Eingriff oder durch ein nicht-operatives Verfahren entfernt werden. Manche Karzinome sind jedoch nicht für Operationen oder Bestrahlungen geeignet. Das ist der Fall, wenn die Funktion eines Organs, beispielsweise eines Auges oder Ohrs, verloren gehen könnte. Auch bei einem lange unbehandelten Karzinom, das vermutlich sehr tief in die Haut eingewachsen ist, kommen diese beiden Therapien nicht mehr infrage. Ärzte sprechen dann von einem fortgeschrittenen Basalzellkarzinom. Sie unterscheiden zwei Formen: Beim lokal fortgeschrittenen Basalzellkarzinom hat der Tumor das umliegende Gewebe befallen. Das metastasierte Basalzellkarzinom hat sich dagegen in weiter entfernte Bereiche des Körpers ausgebreitet und Metastasen – etwa in die Lunge – gestreut.

    Lange Zeit gab es für Patienten mit einem fortgeschrittenen Basalzellkarzinom keine angemessene Behandlungsform. Seit Juli 2013 steht ein neues Medikament zur Verfügung, der Hedgehog-Signalhemmer. Die Therapie setzt am sogenannten Hedgehog-Signalweg an.

    Eigenschaften des Hedgehog-Signalwegs

    Der Hedgehog-Signalweg befindet sich in jeder Zelle des menschlichen Körpers, sollte bei Erwachsenen jedoch abgeschaltet sein. Er sorgt während der Entwicklungsphase des Menschen im Mutterleib unter anderem dafür, dass sich verschiedene Gewebearten in der richtigen Größe, Lage und Zusammensetzung bilden. In den Hautzellen ist der Signalweg an der Entwicklung von Haarfollikeln und Talgdrüsen beteiligt.

    Der Hedgehog-Signalweg ist bei den meisten Erwachsenen nicht mehr aktiv. Ganz anders sieht es aber bei Patienten mit einem Basalzellkarzinom aus: Bei mehr als 90% ist im Tumorgewebe ein funktionierender Hedgehog-Signalweg nachweisbar. Durch Veränderungen (Mutationen) im Erbgut ist er wieder angeschaltet worden und sendet Signale aus: Als Folge entsteht ein Tumor.

    Übrigens: Das englische Wort „hedgehog“ bedeutet „Igel“. Wissenschaftler hatten den Einfluss des Hedgehog-Signalwegs bei der embryonalen Entwicklung erstmals in der Fruchtfliege entdeckt. Da ihre Larven aufgrund einer Mutation wie Igel aussahen, wurde der daran beteiligte Signalweg „Hedgehog“ getauft.

    Funktionsweise des Medikaments

    Aufgabe des neuen Medikaments ist es, den Hedgehog-Signalweg lahmzulegen, sodass er keine Botschaften mehr weiterleiten kann. Diese Blockade kann dazu führen, dass der Tumor langsamer wächst, kleiner wird oder sogar ganz verschwindet.

    Patienten mit einem fortgeschrittenen Basalzellkarzinom nehmen das Medikament einmal pro Tag als Tablette ein. Die Betroffenen sollten die Einnahme nicht beenden, ohne vorher mit ihrem Arzt gesprochen zu haben.

    Als Nebenwirkungen des Hedgehog-Signalhemmers können Muskelkrämpfe, Müdigkeit und Haarausfall auftreten. Möglich sind auch Appetitverlust, Gewichtsabnahme, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung und eine Veränderung oder der Verlust des Geschmacksempfindens.

Kompass

Therapie des schwarzen Hautkrebses

Therapie des schwarzen Hautkrebses

  • Therapieziele

    Die Entscheidung für eine bestimmte Behandlung treffen die Ärzte vor allem mit Blick auf das Therapieziel: Besteht die Chance, dass der Patient geheilt wird, oder kann ihm mithilfe der Therapie zu einem möglichst langen und beschwerdefreien Leben verholfen werden? Die Mediziner unterscheiden entsprechend zwischen kurativen und palliativen Behandlungszielen.

    Ziel einer kurativen Behandlung ist es, den Patienten zu heilen. Diese Aussicht besteht, wenn der Tumor vollständig entfernt oder zerstört werden kann.

    Eine palliative Therapie kommt für Patienten infrage, die aufgrund der Schwere der Krankheit eine begrenzte Lebenserwartung haben. Mit einer palliativen Therapie wird das Fortschreiten der Krankheit verlangsamt und deren Folgen und Symptome minimiert.

  • Operation

    Bei einem malignen Melanom ist die Operation in den meisten Fällen die bestmögliche Therapie. Ziel ist es, den Tumor vollständig zu entfernen. So können viele Patienten geheilt werden, bei denen der Krebs noch nicht gestreut hat. Das heißt: Der Tumor befindet sich in einem frühen Stadium und hat bislang keine Metastasen gebildet.

    In vielen Fällen hat ein niedergelassener Dermatologe die auffällige Hautpartie bereits entfernt (Exzision) und das Laborergebnis liegt vor. Falls nicht, wird zunächst nur die betroffene Stelle im Kleinen entfernt und das Gewebe ins Labor gegeben. Die mikroskopische Untersuchung des Tumorgewebes lässt weitere Aufschlüsse darüber zu, wie weit sich die Krebsgeschwulst bereits ausgebreitet hat. Die Ärzte wissen nun, in welche Hautschicht der Tumor vorgedrungen ist und ob er bereits angrenzende Gefäße erreicht hat.

    Auf der Grundlage dieser Befunde legen sie fest, wie viel Gewebe sie bei der anstehenden Operation um den Tumor herum entfernen (Nachexzision). Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang von einem Sicherheitsabstand: Je nach Tumordicke und dem Risiko, Metastasen zu bilden, werden derzeit Abstände zwischen 0,5 und 2 cm empfohlen. Hiermit wollen sie verhindern, dass an gleicher Stelle wieder ein Tumor entsteht (Lokalrezidiv). Da das maligne Melanom außerdem schnell metastasiert, verhindert der Eingriff das Streuen von Tumorzellen in den Körper. Patienten erhalten meist nur eine örtliche Betäubung, da das Operationsfeld nicht sehr groß ist.

    Hat der Tumor bereits eine bestimmte Größe erreicht oder liegen bestimmte Risikofaktoren vor, wird im Zuge der Operation sogleich der Wächterlymphknoten entfernt.

    Risiken der Operation

    Bei der Nachexzision entnimmt der Operateur den befallenen Teil der Haut. Die entstandene – meist kleine – Wunde kann er in der Regel wieder gut verschließen. Ist das zu entfernende Areal sehr groß, ist in manchen Fällen eine Hauttransplantation erforderlich.

    Für gewöhnlich verläuft die Operation ohne Komplikationen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass sich die Wunde entzündet.

    Entnahme des Wächterlymphknotens (Sentinel-Lyphonodektomie)

    Krebszellen können sich aus dem Tumor lösen und in die umliegenden Lymphknoten wandern, beispielsweise in der Achsel. Dabei werden die Wächterlymphknoten der jeweiligen Lymphknotenstation in der Regel zuerst befallen. Denn sie befinden sich im Abflussgebiet der Lymphflüssigkeit an vorderster Stelle, sodass die Tumorzellen sie zuerst erreichen. Können Ärzte hier tatsächlich bösartige Zellen nachweisen, sind mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Metastasen in der Nähe vorhanden. Sind die Wächterlymphknoten hingegen frei von Krebszellen, sind die übrigen Lymphknoten wahrscheinlich ebenso wenig befallen. Die Befunde sind für die weitere Diagnostik und Therapie entscheidend. Da Tumorzellen über die Blut- und Lymphbahnen in verschiedene Richtungen wandern, können mehrere Lymphknotenstationen gleichzeitig betroffen sein.

    Je nach Lage des Tumors raten Experten ab einer Tumordicke von 1 mm – oder wenn das Melanom nässt, blutet oder eine erhöhte Zellteilungsaktivität aufweist – zu einer Biopsie des Wächterlymphknotens (Sentinel-Lymphknotens). Dazu müssen die Ärzte im ersten Schritt die genaue Lage des Wächterlymphknotens mithilfe der Lymphszintigrafie bestimmen.

    "Biopsie" bedeutet "Gewebeentnahme"; der Begriff ist an dieser Stelle missverständlich, da der Lymphknoten komplett entfernt wird. Mediziner bevorzugen deshalb hier den Begriff Lymphadenektomie.

    Während die Ärzte den Sicherheitsabstand rund um den Tumor nachschneiden, entfernen sie in der gleichen Operation auch den oder die identifizierten Wächterlymphknoten. Hier ist ebenfalls eine örtliche Betäubung ausreichend – es sei denn, der Patient wünscht eine stärkere Narkose. Die Wächterlymphknoten werden nach der Entnahme zur Analyse ins Labor gegeben. Werden keine Tumorzellen in den Wächterlymphknoten gefunden, ist davon auszugehen, dass die umliegenden Lymphknoten ebenfalls tumorfrei sind. Sind in der Gewebeprobe aber Tumorzellen nachweisbar, müssen sämtliche Lymphknoten der jeweiligen Lymphknotenstation entnommen werden (Lymphadenektomie), denn es besteht die Gefahr, dass sich auch dort Krebszellen angesiedelt haben.

    Diese Operation, die Lymphadenektomie, ist dann ein separater Eingriff, der unter lokaler Betäubung, einer leichten Narkose oder Vollnarkose stattfindet.

    Risiken der Sentinel-Lymphonodektomie

    Bei diesem Eingriff bestehen die für eine Operation typischen Risiken: Die Wunde kann sich entzünden oder nicht gut abheilen. Zudem ist es möglich, dass Patienten Nachwirkungen einer möglichen Vollnarkose verspüren, beispielsweise Übelkeit und Erbrechen.

    Lymphszintigrafie

    Um den Wächterlymphknoten zu ermitteln, führen die Ärzte vorab meist einen Ultraschall (Lymphknoten-Sonografie) und einige Stunden vor der OP eine Lymphszintigrafie durch. Dafür spritzen sie dem Patienten eine schwach radioaktive Substanz in die Nähe des Tumors, oft kombiniert mit einem blauen Farbstoff. Dieser verteilt sich über die Lymphbahnen. So können die Mediziner den abfließenden Lymphstrom verfolgen und den Wächterlymphknoten bestimmen. Denn in ihm reichert sich die Substanz zuerst an.

    Lentigo-maligna- und akrolentiginöse Melanome

    Bei Lentigo-maligna- und akrolentiginösen Melanomen, die etwa im Gesicht, an den Genitalien oder unter den Fuß- und Fingernägeln vorkommen, setzen die Ärzte ein anderes Verfahren ein: die mikroskopisch kontrollierte Chirurgie. Um nicht zu viel Gewebe herauszuschneiden, wird hier zunächst nur der sichtbare Teil entfernt, die Wunde aber noch nicht verschlossen. Sich direkt anschließende Untersuchungen der Gewebeprobe zeigen den Ärzten, ob sie weiteres Gewebe entnehmen müssen, weil sich darin eventuell ebenfalls Krebszellen befinden. Vor allem aus kosmetischen Gründen sind sie bemüht, das Operationsfeld trotzdem so klein wie möglich zu halten.

    Operation bei Metastasen

    Ein Nachweis von Metastasen bedeutet, dass sich Krebszellen aus dem Tumor gelöst haben. Erreichen sie das weitverzweigte Lymph- und Blutgefäßsystem, können sie sich im ganzen Körper verbreiten. Tumoren, die Metastasen gebildet haben, werden je nach Ausbreitung der Tumorzellen in die Stadien III bis IV eingeteilt. Hier muss vom Ärzteteam entschieden werden, inwieweit die Metastasen durch eine OP entfernt werden können.

    Hautmetastasen

    Bei Satelliten- und/oder In-transit-Metastasen in der Haut raten die Ärzte zu einer Operation. Satellitenmetastasen gruppieren sich in einem Umkreis von bis zu 2 cm um den Primärtumor. In-transit-Metastasen dagegen befinden sich schon auf dem Weg zur nächstgelegenen Lymphknotenstation. Ziel der Operation ist es, diese Metastasen vollständig zu entfernen.

    Lymphknotenmetastasen

    Bei Mikrometastasen im Wächterlymphknoten empfehlen Ärzte oft, auch die übrigen Lymphknoten der betroffenen Lymphknotenstation herauszunehmen. Befinden sich nämlich im Sentinel-Lymphknoten Krebszellen, ist es wahrscheinlich, dass sie auch in nachgeschaltete Lymphbahnen vorgedrungen sind. Je nach Position des Tumors werden die betroffenen Knoten der nächsten Lymphknotenstation, beispielsweise in der Achsel (axilliäre Lymphknoten) oder in der Leiste (inguinale Lymphknoten), unter örtlicher Betäubung, leichter Narkose oder Vollnarkose entnommen. Dieser Eingriff wird als Lymphadenektomie oder Lymphknotendissektion bezeichnet.

    Folgen der Lymphadenektomie/Lymphknotendissektion

    Nach Entnahme der Lymphknoten aus Achsel oder Leiste besteht das Risiko, dass sich Lymphödeme bilden, in erster Linie in den Armen oder Beinen. Lymphödeme sind tastbare Schwellungen unter der Haut, bedingt durch angestaute Flüssigkeit (Lymphe) in den Lymphbahnen. Manche Patienten verspüren Schmerzen in dem betroffenen Körperteil.

    Manuelle Lymphdrainagen bei einem darauf spezialisierten Physiotherapeuten schaffen hier Abhilfe: Mit verschiedenen Massagetechniken regt er den Transport der Gewebsflüssigkeit wieder an. Experten empfehlen den Patienten außerdem, Kompressionsstrümpfe zu tragen. Diese gibt es für Arme und Beine.

    Fernmetastasen

    Tumoren, die bereits Fernmetastasen gebildet haben, charakterisieren laut TNM-Klassifikation das Stadium IV. Von Fernmetastasen spricht man, wenn sich Tochtergeschwulste in anderen Organen oder weiter entfernt gelegenen Lymphknoten befinden. Beim schwarzen Hautkrebs entstehen sie vor allem in der Lunge, in der Haut, in Lymphknoten, im Gehirn, in der Leber sowie in den Knochen.

    Je nachdem wo sich die Fernmetastasen befinden und wie groß und zahlreich sie sind, entscheiden die Ärzte über den weiteren Verlauf der Therapie. Finden sich einzelne Fernmetastasen beispielsweise in der Lunge, versuchen die Mediziner, diese chirurgisch zu entfernen oder zu bestrahlen. Sollte dies jedoch misslingen oder die Anzahl der Fernmetastasen dafür zu hoch sein, verfolgen die Ärzte von vornherein eine palliative Strategie. 

  • Zielgerichtete Therapie

    Für Patienten mit einem fortgeschrittenen Melanom gab es lange Zeit nur begrenzte Therapiemöglichkeiten. In den vergangenen Jahren haben Wissenschaftler jedoch große Fortschritte erzielt und Wirkstoffe entwickelt, um diesen Patienten zu helfen.

    Die Wirkstoffe greifen direkt in den Stoffwechsel der Krebszellen ein. Der Hintergrund: Ein Tumor besteht aus vielen einzelnen Krebszellen. Zielgerichtete Therapien (engl. „Targeted Therapies“) beruhen auf der Erkenntnis, dass es innerhalb dieser Zellen ein eigenes Kommunikationssystem gibt. Manche der dortigen Signalwege sind ständig aktiv und übermitteln das Signal zur Zellteilung. Deshalb vermehren sich die bösartigen Zellen laufend und der Tumor wächst.

    Die zielgerichteten Medikamente, zum Beispiel sogenannte BRAF-Hemmer (BRAF-Inhibitoren), dringen in die Krebszellen ein und unterbrechen die betreffenden Signalwege. Daraufhin können sich die Krebszellen nicht weiter teilen und sterben schließlich ab. Auf diese Weise stoppen die Medikamente das Wachstum des Tumors, der in der Folge zu schrumpfen beginnt.

    Die Medikamente werden bei Patienten mit einem fortgeschrittenen Melanom eingesetzt (Stadium IIIC/IV): Das bedeutet, dass sich der Krebs in andere Körperregionen ausgebreitet hat oder der Tumor nicht durch eine Operation zu entfernen ist. Eine weitere Voraussetzung für die Behandlung ist eine spezielle Veränderung (Mutation) im BRAF-Gen, die das unkontrollierte Tumorwachstum auslöst. Ärzte sprechen hier auch von einem BRAF-Mutations-positiven Melanom.

    Test auf BRAF-Mutation

    Studien haben gezeigt, dass bei etwa 50 Prozent der Patienten mit einem Melanom eine Mutation des BRAF-Gens im Tumor vorliegt. Das veränderte Gen ist dafür verantwortlich, dass ein Protein (Eiweiß) in den Krebszellen nicht richtig funktioniert. Mit einem speziellen Test kann der Arzt ermitteln, ob die Mutation im Tumorgewebe besteht und der Patient somit für diese Therapie infrage kommt. Ist das nicht der Fall, erhält er eine andere Behandlung.

    Therapie

    Die BRAF-Hemmer werden heute in Kombinationstherapie angewendet. Dabei wird der jeweilige BRAF-Inhibitor um ein zweites Medikament, einen sogenannten MEK-Hemmer, ergänzt. Dessen Aufgabe ist es, den Signalweg in der Krebszelle an einer weiteren Stelle zu unterbrechen und so den Stoffwechsel der Zelle zu beeinflussen.

    Im Rahmen der zielgerichteten Therapie für Patienten mit einem fortgeschrittenen Melanom sind zwei derartige Kombinationstherapien zugelassen. Die Medikamente werden zu Hause als Tabletten eingenommen. Die Behandlung kann dazu führen, dass das Melanom langsamer wächst oder sich verkleinert – und damit das Leben des Patienten verlängert wird.

    Nebenwirkungen

    Abhängig von der Art der Kombinationstherapie kann es zu unterschiedlichen Nebenwirkungen kommen. Falls Sie eine solche Behandlung erhalten sollen, wird Ihr behandelnder Arzt Sie gründlich darüber aufklären. Zögern Sie nicht, ihn anzusprechen, falls Sie wegen bestimmter Beschwerden unsicher sind oder eine Nebenwirkung bei sich vermuten.

    Detaillierte Informationen zu den Nebenwirkungen der einzelnen Produkte entnehmen Sie bitte den entsprechenden Gebrauchsinformationen.

  • Krebsimmuntherapie

    Patienten mit fortgeschrittenem malignem Melanom können auch mit einer Krebsimmuntherapie behandelt werden. Die dabei eingesetzten Medikamente regen das körpereigene Immunsystem dazu an, die Krebszellen anzugreifen. Die Wirkstoffe dringen in die Immunzellen ein. Dort sorgen sie dafür, dass bislang gehemmte Abwehrkräfte wieder aktiv werden. Das fördert die Immunabwehr und der Körper kann die Krankheit selbst bekämpfen.

    Für Patienten mit einem fortgeschrittenen Melanom sind im Rahmen der Krebsimmuntherapie drei Wirkstoffe auf dem Markt. Das jeweilige Medikament erhalten die Betroffenen als Infusion.

    Nebenwirkungen

    Die Krebsimmuntherapie wirkt überall im Organismus. Wenn das Abwehrsystem des Körpers aktiver wird, können Beschwerden auftreten. Ihr Arzt wird mit Ihnen im Vorfeld der Behandlung genau besprechen, welche Begleiterscheinungen möglich sind. Beobachten Sie Ihren Körper während der Therapie genau und sprechen Sie Ihren Arzt immer an, wenn Sie sich unsicher sind, ob die beobachteten Erscheinungen mit der Behandlung in Zusammenhang stehen könnten.

    Detaillierte Informationen zu den Nebenwirkungen einzelner Produkte entnehmen Sie bitte den entsprechenden Gebrauchsinformationen.

    Adjuvante Krebsimmuntherapie

    Ärzte bieten tumorfreien Patienten mit hohem Risiko für Metastasen häufig eine adjuvante Krebsimmuntherapie mit Interferon alpha an. Dieser körpereigene Botenstoff ist für die Immunabwehr zuständig: Bestimmte Zellen im Organismus bilden Interferone als Reaktion auf Viren, Bakterien und Fremdstoffe, aber auch auf Krebszellen.

    Im Rahmen der Behandlung setzen die Ärzte eine künstlich hergestellte Variante ein. Die zusätzlichen Dosen Interferon alpha sollen das Immunsystem im Kampf gegen Tumorzellen unterstützen. Studien zeigen, dass diese Therapie gute Erfolge erzielt. Ob sie für Sie geeignet ist bzw. wie oft und über welchen Zeitraum sie anzuwenden ist, bespricht Ihr Arzt eingehend mit Ihnen.

    Es gibt zwei Möglichkeiten der Behandlung mit Interferon alpha: Der Arzt verabreicht es Ihnen in die Vene (intravenös) oder Sie spritzen es sich selbst unter die Haut (subkutan). Letzteres macht Sie unabhängiger, da Sie den Zeitpunkt der Injektion selbst bestimmen. Die Handhabung erläutert Ihr Arzt Ihnen vorab genau. Leider ist es nicht möglich, Interferon alpha als Tablette einzunehmen. Denn bei dem Medikament handelt es sich um ein Eiweiß, das durch die Magensäure zersetzt und damit wirkungslos würde.

    Nebenwirkungen der Krebsimmuntherapie mit Interferon alpha

    Begleiterscheinungen bei der Therapie mit Interferon alpha sind Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle. Zudem verspüren Patienten mitunter grippeähnliche Symptome, manchmal begleitet von Fieber. Sie fühlen sich müde und geschwächt – die Symptome werden unter dem Begriff "Fatigue-Syndrom" zusammengefasst. Weiterhin kann es zu Appetitlosigkeit, gestörter Blutbildung, trockener Haut mit Juckreiz, Haarausfall, Depressionen und Libidoverlust kommen.

    Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn

    • die Reaktion an der Einstichstelle sehr stark ist (Juckreiz, Rötung, Schwellung),
    • Sie sich sehr erschöpft oder niedergeschlagen fühlen,
    • Sie länger anhaltend Fieber haben,
    • Sie kurzatmig sind, Nasenbluten oder blaue Flecke haben (Anzeichen für Blutbildungsstörungen),
    • Sie starken Juckreiz am Körper verspüren, der durch trockene Haut ausgelöst wird,
    • Sie neue Nebenwirkungen bemerken oder sich generell unsicher über Ihr Befinden sind.

    Die genannten Nebenwirkungen klingen nach Ende der Behandlung wieder vollständig ab.

  • Chemotherapie

    Im Rahmen der medikamentösen Therapie haben die Ärzte unterschiedliche Möglichkeiten, Sie zu behandeln. Diese Optionen hängen von Ihrem Erkrankungsstadium und Ihrem allgemeinen gesundheitlichen Zustand ab.

    Palliative Chemotherapie

    Eine palliative Chemotherapie kann im Stadium IV eine Behandlungsmöglichkeit für Patienten sein, die unter

    • nicht entfernbaren Rezidivtumoren,
    • nicht entfernbaren örtlichen Lymphknotenmetastasen und
    • Fernmetastasen leiden.

    Finden die Ärzte in einem oder in mehreren Organen Tochtergeschwulste, hat eine Operation meist keinen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf.

    In diesen Fällen erhalten Patienten eine Chemotherapie. Im Stadium IV gehört sie bisher zu den Standardverfahren bei der Behandlung des fortgeschrittenen malignen Melanoms. Anders als die Operation wirkt eine Chemotherapie auf den ganzen Organismus. Mediziner sprechen deshalb auch von einer systemischen Therapie.

    Ziel der Behandlung ist es, ein weiteres Wachstum des Tumors oder der Metastasen zu verhindern und diese im günstigsten Fall zu verkleinern.

    Ablauf der Behandlung

    Bei der Chemotherapie handelt es sich um eine medikamentöse Behandlung mit sogenannten Zytostatika: Sie hindern Zellen daran, sich zu teilen, und leiten den Zelltod ein. Viele Zytostatika setzen dabei an der Erbsubstanz an oder blockieren Stoffwechselprozesse in der Zelle, die zur Teilung führen. Da sie vor allem auf Zellen wirken, die sich schnell teilen, ist ihr Einsatz bei Krebszellen besonders effektiv. Die Medikamente verteilen sich über die Blutbahn im ganzen Körper. So erreichen sie sowohl den Tumor als auch weiter entfernt liegende Metastasen.

    Allerdings schädigt die Chemotherapie auch gesunde Zellen, vor allem jene, die sich ebenfalls schnell teilen. Das sind beispielsweise die Schleimhautzellen in Mund, Magen und Darm, die blutbildenden Zellen des Knochenmarks und die Haarwurzelzellen. Aus diesem Grund leiden viele Patienten während der Chemotherapie unter Nebenwirkungen wie Erbrechen oder Haarausfall.

    Eine einmalige Gabe reicht nicht aus, alle Krebszellen zu zerstören. Die Therapie mit einem einzelnen Wirkstoff (Monochemotherapie) wird deshalb in festgelegten Abständen wiederholt. Dazwischen liegen Pausen, damit sich die gesunden Zellen wieder erholen können. Eine Behandlung mitsamt der nachfolgenden Pause nennt man Zyklus.

    Das Medikament erhalten Patienten etwa alle drei bis vier Wochen über eine Infusion, die 15–30 Minuten dauert. Sie wird dosisabhängig entweder an einem Tag oder an fünf aufeinander folgenden Tagen verabreicht.

    Nebenwirkungen der Chemotherapie

    Patienten klagen hauptsächlich über Übelkeit und Erbrechen. Daher erhalten sie die Zytostatika häufig gemeinsam mit Antiemetika – Arzneien, die diese Beschwerden lindern. Während der Behandlung kann Haarausfall auftreten, und die Abwehrkräfte funktionieren mitunter nur eingeschränkt. Ferner kann es zu grippeähnlichen Symptomen, Leberschäden und einer gestörten Blutbildung im Knochenmark kommen, was unter anderem Blutarmut zur Folge hat.

    Kombination mehrerer Chemotherapien

    In Einzelfällen erwägen die Ärzte eine Kombination mehrerer Zytostatika, um die tumorbedingten Beschwerden eines Patienten zu lindern. Den Nutzen der palliativen Behandlung wägen sie allerdings genau ab: Die Gabe verschiedener Zytostatika ist noch belastender für den Körper als die Chemotherapie mit nur einem Wirkstoff (Monochemotherapie). Patienten, die eine Kombichemotherapie erhalten, sind daher auf wirkungsvolle begleitende Medikamente angewiesen, die Nebenwirkungen reduzieren.

  • Bestrahlung

    Im Gegensatz zu anderen Krebsarten spielt die Strahlentherapie bei der Behandlung des malignen Melanoms eine eher untergeordnete Rolle. Sie kommt nur in solchen Fällen zum Einsatz, in denen eine Operation unmöglich ist oder die Ärzte einen Eingriff als nicht empfehlenswert erachten.

    Eine Strahlentherapie erhalten in der Regel Patienten mit

    • Lentigo-maligna-Melanom, die bereits ein hohes Lebensalter erreicht haben oder bei denen sich der Tumor im Gesicht befindet,
    • örtlichen, nicht entfernbaren Lymphknotenmetastasen,
    • In-transit-Metastasen, die nicht operiert werden können,
    • Knochenmetastasen, um Schmerzen zu lindern, und
    • Hirnmetastasen.

    Die Tumorzellen werden während der Strahlentherapie mit energiereichen elektromagnetischen Wellen von außen bestrahlt, um sie abzutöten. Die Strahlen schädigen auch gesundes Gewebe, das sich jedoch meist wieder erholt. Krebszellen dagegen sterben ab.

    Die Strahlentherapie erfordert viele Sitzungen, die jeweils wenige Minuten dauern. Sie variiert abhängig von der Position der Metastasen: Patienten mit einzelnen Hirnmetastasen erhalten beispielsweise eine stereotaktische Einzeitbestrahlung. Dabei wird eine sehr hohe Strahlendosis millimetergenau auf ein kleines Gebiet konzentriert, um das dortige Krebsgewebe, sprich die Metastase, zu vernichten. Befinden sich indes viele Metastasen im Gehirn, kommt diese Behandlung nicht infrage. Dann muss der gesamte Kopf bestrahlt werden.

    Nebenwirkungen der Strahlentherapie

    Die Strahlentherapie ist technisch erheblich verbessert worden, sodass sie für die Patienten deutlich verträglicher ist als in früheren Jahren. Dennoch treten Nebenwirkungen auf. So entsteht in der bestrahlten Region eine Art Sonnenbrand. Außerdem bekommen manche Patienten einen "Strahlenkater". Darunter versteht man Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit. Schwere und längerfristige Nebenwirkungen sind selten. Wenn Sie Begleiterscheinungen verspüren oder sich unsicher sind, ob die beobachteten Erscheinungen mit der Bestrahlung in Zusammenhang stehen könnten, wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt.

bunte Regenschirme

Nach der Therapie

Nach der Therapie

  • Rehabilitation

    Nach der Therapie haben Sie in der Regel Anspruch auf eine medizinische Rehabilitation. Sie soll Ihnen dabei helfen, Ihre körperliche Leistungsfähigkeit wiederaufzubauen, Langzeitfolgen zu vermeiden und gegebenenfalls an Ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. Folgende Angebote können Sie wahrnehmen: Krankengymnastik, Lymphdrainagen, Sporttherapie, Massagen, Entspannungsübungen, Einzel- oder Gruppengespräche sowie Ernährungsberatung.

    Besonders empfehlenswert ist die Anschlussheilbehandlung, eine Form der medizinischen Rehabilitation, die noch im Krankenhaus beantragt werden muss. Der Sozialdienst des Hauses oder Ihre behandelnden Ärzte sind Ihnen dabei sicher gerne behilflich. Die Anschlussheilbehandlung beginnt unmittelbar oder bis spätestens 14 Tage nach einem Krankenhausaufenthalt oder einer ambulanten Operation. Ist das Ziel, dass der Patient seine Arbeit wiederaufnehmen kann, übernimmt die Rentenversicherung die Kosten. Steht an erster Stelle, die Gesundheit des Betroffenen zu stabilisieren, zahlt die Krankenkasse.

    Eine weitere Möglichkeit der Rehabilitation sind Nach- oder Festigungskuren, die die Patienten im ersten Jahr nach der Erkrankung wahrnehmen sollten. Durch diese Kuren sollen sie ebenfalls körperlich und seelisch gestärkt werden, um die Folgen der Krankheit zu bewältigen.

    Betroffene beantragen die Rehabilitation bei ihrer Krankenkasse, bei der Rentenversicherung oder beim Sozialamt. Die Kostenträger bewilligen die ambulanten oder stationären Maßnahmen grundsätzlich für drei Wochen. Ist eine Verlängerung medizinisch notwendig, kann auch ein größerer Zeitraum gestattet werden. Gesetzlich Versicherte können sich von den zentralen Reha-Servicestellen über die Angebote beraten lassen. Ein Verzeichnis finden Sie unter http://www.reha-servicestellen.de.

  • Nachsorge

    Nach Abschluss der Therapie überprüfen die Ärzte in regelmäßigen Abständen Ihren gesundheitlichen Zustand. Auf diese Weise können sie rechtzeitig feststellen, wenn ein Tumor erneut auftritt (Rezidiv), sich ein Zweittumor bildet oder Metastasen auftauchen. Denn trotz der Therapie kann es sein, dass Krebszellen in Ihrem Körper überlebt haben und die Krankheit noch einmal ausbricht.

    Bei hellem Hautkrebs ist die Haut meist von der Sonne geschädigt – und damit erhöht sich das Risiko für einen Hauttumor an einer anderen Stelle (Zweittumor).

    Da 90% der Rezidive in den ersten fünf Jahren nach der Therapie entstehen, finden die Nachsorgeuntersuchungen anfangs besonders häufig statt, später dann seltener. Insgesamt sollten diese Untersuchungen über einen Zeitraum von zehn Jahren beibehalten werden.

    Ein wichtiger Aspekt ist außerdem, dass Sie Ihren Körper selbst regelmäßig untersuchen, um Auffälligkeiten zu finden. Für Patienten, die bereits ein malignes Melanom hatten, besteht nämlich ein erhöhtes Risiko, ein weiteres zu entwickeln.

    Wer führt die Nachsorge durch?

    In der Regel nehmen Sie die Termine bei einem niedergelassenen Dermatologen wahr, der sich mit Ihrem Hausarzt und den Ärzten, die Sie behandelt haben, austauscht. Dafür müssen ihm alle Unterlagen über Ihre bisherige Therapie zur Verfügung gestellt werden.

    Was passiert bei der Nachsorge?

    Im Rahmen der Nachsorgeuntersuchungen wird sich der Arzt ausführlich mit Ihnen über Ihr körperliches und seelisches Befinden unterhalten, Sie nach Auffälligkeiten fragen und anschließend ein Hautkrebs-Screening durchführen. In welchem Rhythmus Sie die Nachsorge in Anspruch nehmen, hängt vom Stadium Ihrer Erkrankung und der Therapie des Tumors ab.

    Nehmen Sie die Nachsorgetermine ernst: Über die Hälfte der Rückfälle bei Melanompatienten werden bei der Anamnese und der körperlichen Untersuchung entdeckt. Bei Beschwerden oder sonstigen Verdachtsmomenten sollten Sie Ihren Arzt natürlich schon vor dem nächsten Nachsorgetermin aufsuchen.

  • Empfohlene Nachsorgeuntersuchungen

    In welchem Rhythmus Sie die Nachsorge wahrnehmen sollten, hängt von der Art Ihrer Hautkrebs-Erkrankung ab. Die Untersuchungen finden in Abständen von drei Monaten bis zu einem Jahr statt. Patienten, denen ein Basalzellkarzinom entfernt wurde, sollten in den ersten drei Jahren halbjährlich, danach einmal jährlich zur Kontrolle gehen – abhängig vom persönlichen Risiko auch häufiger. Bei circa 70 von 100 Patienten treten eventuelle Rückfälle (Rezidive) in den ersten drei Jahren nach der Operation auf. Bis zu ein Drittel der Patienten mit Basalzellkarzinom entwickelt einen Zweittumor.1

    Es wird empfohlen, die Nachsorge über einen Zeitraum von zehn Jahren durchzuführen, wobei die ersten fünf Jahre besonders wichtig sind. Für manche Patienten kann es auch sinnvoll sein, ein Leben lang einmal jährlich zur Nachsorge zu gehen.

    Der Nachsorgepass unterstützt Sie und Ihren behandelnden Arzt bei der Einhaltung und Dokumentation der Kontrolltermine. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden hier eingetragen. So behalten Sie jederzeit den Überblick. Außerdem enthält der Nachsorgepass Angaben darüber, wann Sie – abhängig von der Krebsart und vom Krankheitsstadium – das nächste Mal zur Nachsorge gehen sollten.

    Sie können den Nachsorgepass hier bestellen.

    Referenzen:

    1. Kurzleitlinie - Basalzellkarzinom der Haut (Update 2012)
      Deutsche Krebsgesellschaft/Deutsche Dermatologische Gesellschaft
      www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-021.html
  • Selbstuntersuchung der Haut

    Neben der Nachsorge beim Hautarzt ist es wichtig, dass Sie Ihren Körper regelmäßig selbst untersuchen. Kontrollieren Sie nicht nur die behandelte Stelle, sondern Ihre gesamte Hautoberfläche. Wenn Sie Beschwerden haben oder sich unsicher sind, sollten Sie Ihren Arzt unbedingt schon vor dem nächsten Nachsorgetermin kontaktieren.

    Bösartige Veränderungen der Haut können überall am Körper entstehen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Haut regelmäßig und sorgfältig untersuchen.

Rotes Herz auf Holz

Unterstützung finden

Unterstützung finden

  • Hilfe von Psychoonkologen

    Ihr behandelnder Arzt ist in der Regel der erste Ansprechpartner, an den Sie sich mit Ihren Fragen wenden können. Ergänzend dazu leisten sogenannte Psychoonkologen Krebspatienten und deren Angehörigen Hilfe, die Krankheit zu bewältigen. Auch Familienmitglieder und Freunde sind meist ein wichtiger Halt.

    Manche Krebspatienten stärkt es darüber hinaus, sich mit anderen in einer Selbsthilfegruppe auszutauschen. Vielleicht möchten Sie sich nur informieren, bisweilen aber auch engagieren und so weiteren Betroffenen helfen. Nützliche Kontaktadressen finden Sie im Reiter „Wichtige Adressen“.

    Eine Krebserkrankung ist für Patienten, aber auch für Angehörige und Freunde, ein Kraftakt. Zu den körperlichen Strapazen, die die Betroffenen erleiden müssen, kommen die seelischen Folgen der Krankheit: zunächst der Schrecken der Diagnose, dann die Sorge darum, wie es weitergeht, vielleicht die Angst vor einem möglichen Rückfall, der Gedanke an Abschied und Tod.

    Krebspatienten und ihre Angehörigen finden in solchen Fällen Rat bei einem Psychoonkologen, der sie dabei unterstützt, besser mit der Situation zurechtzukommen. Psychoonkologen sind beispielsweise Ärzte oder Psychotherapeuten, die eine Zusatzausbildung absolviert und dabei gelernt haben, wie man krebskranke Menschen begleitet und unterstützt. Während Mediziner sich schwerpunktmäßig um die Therapie der Patienten kümmern, beschäftigen sich Psychoonkologen mit den psychischen Auswirkungen der Krankheit.

    Sie sind an Ihrer Seite, wenn Sie die Diagnose verarbeiten und die Therapie überstehen müssen. Gemeinsam entwickeln Sie eine Strategie, wie Sie die körperlichen und seelischen Belastungen der Krankheit bewältigen. Sie diskutieren offene Fragen und besprechen Ihre Angst, Wut oder Hilflosigkeit. Wenn Patienten diese Hilfe in Anspruch nehmen, begleitet der Psychoonkologe sie ab der Diagnose und beschreitet mit ihnen den weiteren Weg. Ihr Arzt kann mit Sicherheit einen Psychoonkologen in Ihrer Nähe empfehlen. Über den Internetauftritt der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie finden Sie ebenfalls einen geeigneten Therapeuten.

  • Beistand geben

    Die Diagnose "Krebs" verändert den Alltag eines Menschen von Grund auf: Häufig führt sie zu einer Bilanz des bisherigen und einer Neuausrichtung des weiteren Lebens. Plötzlich kommen Fragen auf, mit denen sich Betroffene vorher noch nie auseinandergesetzt haben.

    Die Krankheit wirkt sich außerdem auch auf die Familie und Freunde aus. Einerseits möchten sie ihre Liebsten nach besten Kräften unterstützen, andererseits sind sie selbst psychisch belastet. Hier gilt es, einen Mittelweg zu finden, um dem anderen zu helfen, die eigene Person dabei aber nicht zu überfordern.

    Jeder Mensch geht mit der Krankheit anders um und diese Individualität sollten Sie sich und jedem anderen zugestehen. Es bedeutet beispielsweise, dass das Bedürfnis, sich zu informieren, mal stärker, mal schwächer ausgeprägt sein kann.

    Besonders wichtig ist es für die Betroffenen, mit ihren Sorgen und Ängsten nicht allein zu sein. Signalisieren Sie deshalb Ihre Gesprächsbereitschaft. Über den Zeitpunkt sollten allerdings die Erkrankten entscheiden. In bestimmten Phasen möchten sie vielleicht über die Krankheit sprechen, in anderen lieber abgelenkt werden. Wenn es sich anbietet, fragen Sie einfach direkt nach: "Wie kann ich dir im Moment helfen? Was brauchst du?" So vermeiden Sie Missverständnisse.

    Seien Sie als Familienmitglied oder Freund ehrlich zu sich selbst: Wenn Sie den Eindruck haben, der Situation nicht mehr gewachsen zu sein, können überlegen, sich professionellen Rat einzuholen, etwa bei einem Psychoonkologen.

  • Wichtige Adressen

    Auf dieser Seite haben wir Ihnen Links zusammengestellt, auf denen Sie weiterführende Informationen zum Thema Hautkrebs finden.

    Zentren

    Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO)
    http://www.ado-homepage.de

    Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren e. V. (ADT)
    www.tumorzentren.de

    Tumorzentrum Freiburg - CCCF | Universitätsklinikum Freiburg
    www.uniklinik-freiburg.de/cccf.html

    Übersicht zertifizierter Hautkrebszentren
    www.oncomap.de

    Information

    DermIs – Dermatology Information System: Dermatologie-Informationsdienst in sieben Sprachen
    www.dermis.net

    Deutsche Dermatologische Gesellschaft
    www.derma.de

    Deutsche Hautkrebsstiftung
    www.hautkrebsstiftung.de

    Deutsche Krebsgesellschaft e. V.
    www.krebsgesellschaft.de

    Deutsche Krebshilfe e. V.
    www.krebshilfe.de

    ESCF – European Skin Cancer Foundation
    www.escf-network.eu/de/

    Hiege-Stiftung gegen Hautkrebs
    www.hiege-stiftung-gegen-hautkrebs.de

    Internet-Krebs-Kompass der Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e. V.
    www.krebs-kompass.de

    Krebsinformationsdienst (KID) am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg

    • Telefonische Information täglich von 8 bis 20 Uhr unter 0800 / 420 30 40, Anrufe unter dieser Rufnummer sind bundesweit kostenlos.
    • Fragen per E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de
    • Informationen im Internet unter www.krebsinformationsdienst.de

    Krebs-Webweiser des Tumorzentrums Freiburg - CCCF
    www.uniklinik-freiburg.de/cccf/krebswebweiser.html

    Psychoonkologie

    Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie (PSO) in der Deutschen Krebsgesellschaft e. V.
    www.pso-ag.de

    Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie e. V. (dapo)
    www.dapo-ev.de

    Unterstützung/Selbsthilfe

    Bundesverband der Organtransplantierten e. V.
    www.bdo-ev.de

    Deutscher Hospiz- und Palliativverband
    www.dhpv.de

    Deutsche Stiftung Patientenschutz
    www.stiftung-patientenschutz.de

    INKA – Informationsnetz für Krebspatienten und Angehörige
    www.inkanet.de

    Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS)
    www.nakos.de

    TULPE e. V.
    Bundes-Selbsthilfeverein für Hals-, Kopf- und Gesichtsversehrte
    www.tulpe.org

    Verein zur Bekämpfung des Hautkrebses e. V. der Universitäts-Hautklinik Tübingen
    www.hautkrebs.de

    Selbsthilfegruppen für Hautkrebs in Deutschland
    PDF Ansprechpartner

    Vorsorge

    Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e. V. (ADP)
    www.unserehaut.de

    Hautkrebs-Screening
    www.hautkrebs-screening.de

    Schmerzen

    Deutsche Schmerzhilfe e. V.
    www.lagh-hamburg.de

    FORUM SCHMERZ im Deutschen Grünen Kreuz e. V.
    www.forum-schmerz.de

    Deutsche Schmerzliga e. V.
    www.schmerzliga.de

    Deutsche Schmerzgesellschaft e. V.
    www.dgss.org

    Palliativmedizin

    Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e. V.
    www.dgpalliativmedizin.de

    Soziale Fragen

    Deutsche Rentenversicherung Bund
    www.deutsche-rentenversicherung.de

    Webguide Patienteninformation
    www.patiententelefon.de

    Finanzielle Hilfen

    Härtefonds der Deutschen Krebshilfe e. V.
    www.krebshilfe.de

    Sport

    Deutscher Olympischer Sportbund
    www.dosb.de